Kolumne : Wenn die Natur zuschlägt

2018 führte eine Kette von Naturereignissen Immobilienbesitzern vor Augen, wie anfällig Grundstücke und Gebäude für Unwetterschäden auch im Rheinland sind. Gleich zwei Hochwasser im Januar, extremes Niedrig-Wasser im Sommer – in nur einem Jahr erlebte der Rhein Phasen der Überschwemmung und der Dürre zugleich.

Damit nicht genug: Am 18. Januar beschädigte Orkan Friederike bundesweit Häuser durch entwurzelte Bäume. Am 16. Mai deckte ein Tornado in Viersen 50 Häuser ab. Zeitgleich zerstörten Hagelkörner Oberlichter und Gewächshäuser in Krefeld. Und am 29. Mai traf Wuppertal ein heftiger Starkregen. Die Naturrisiken sind vielfältig. Von ihnen überraschen lassen muss man sich trotzdem nicht. In Köln haben Geowissenschaftler mit K.A.R.L (Köln Assekuranz Risiko Lösungen) ein Tool entwickelt, mit dem sie weltweit für jeden Immobilien-Standort individuell analysieren können, welche Risiken vor Ort konkret drohen. Mehr noch: Da es das Risiko berechnet, lässt sich daraus ableiten, welche Schutzmaßnahmen sich angesichts der spezifischen geografischen, klimatischen und baulichen Gegebenheiten vor Ort am ehesten lohnen – angefangen von der Hochwassermauer über druckfeste Fenster bis zum sturmsicheren Dach. Industrie- und Gewerbekunden kann K.A.R.L. schon heute dabei helfen, ihren Versicherungsbedarf genauer zu bestimmen. Eine Absicherung der wichtigsten Elementarschadenrisiken ist allerdings für jeden empfehlenswert.

Mathias Scheuber
Der Autor ist Vorstandsvorsitzender der Ergo Versicherung AG.