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Baukosten nach DIN 276: Wie teuer ist der Hausbau?

Baukosten nach DIN 276 : Wie teuer ist der Hausbau?

Nur wer die reellen Baukosten für den Hausbau fest im Blick hat, sorgt dafür, dass das Eigenheim vernünftig finanziert wird und nicht zum Albtraum wird.

Das eigene Haus ist ein Traum von vielen Menschen. Doch nur wenige besitzen das Kapital, um ein Haus ohne Kredit finanzieren zu können. Dabei sind die Kosten, die bei einem Hausbau entstehen, enorm. Um von der Bank eine gute Finanzierung zu bekommen, sollten zwischen 10 und 20 Prozent des Gesamtkaufpreises als Eigenkapital vorhanden sein. Damit die Höhe des Darlehens und damit die monatliche Rate kalkuliert werden können, müssen die Baukosten für den Hausbau bekannt sein. Um einen ersten Überblick über die Gesamtsumme zu bekommen, ist die Nutzung eines Baukostenrechners empfehlenswert.

Welche Kosten verbergen sich hinter den Baukosten?

Zu den allgemeinen Baukosten zählen nach DIN 276 Kostengruppen, die den Kosten für die Errichtung des Eigenheims inklusive des Grundstückserwerbs umfassen. Folgende Kosten müssen für die Gesamtsumme eines Eigenheims berücksichtigt werden: - Grundstück: Kosten für den Kauf zzgl. Nebenkosten Herrichtungs- und Erschließungskosten: Kosten für die Grundstückserschließung, Anschlusskosten Baukonstruktionskosten: Rohbau, Ausbau Kosten für technische Anlagen: Energie, Haustechnikanlagen Kosten für die Außenanlagen: z. B. Garage, Carport, Garten Kosten für die Inneneinrichtung Baunebenkosten: Die Nebenkosten umfassen u. a. die Kosten für den Architekten, Sachverständige und Statiker, die Gebühren für Genehmigungen und Versicherungen.

Finanzierung eines Hauses: Vergleiche einholen

Für die Finanzierung der Baukosten sollten mehrere Darlehensangebote von Banken eingeholt werden. Denn die Konditionen der Banken können sehr unterschiedlich sein, sodass sich ein Vergleich finanziell immer lohnt. Dabei ist der Effektivzins zu beachten, der darüber entscheidet, wie hoch die Gesamtsumme ist, die für ein Haus bis zur völlständigen Rückzahlung an die Bank gezahlt wird. Zusätzlich sollte im Darlehensvertrag eine hohe Flexibilität eingeräumt werden, damit der Kreditnehmer kostenlose Sondertilgungen vornehmen oder die Tilgungsrate variabel anpassen kann. Letzteres ist notwendig, wenn unerwartet ein Verdienst ausfällt oder die Familie wächst.