Alten Kaminöfen droht das Aus

Alten Kaminöfen droht das Aus

Bauherren müssen sich um Grenzwerte-Nachweise kümmern.

Wer zwischen 1985 bis 1994 einen Ofen in seinem Haus installiert hat, muss sich bald um einen Nachweis zu den Grenzwerten seiner Anlage bemühen. Hält sie die aktuellen Grenzwerte nicht ein, muss sie bis Ende 2020 stillgelegt und ausgetauscht oder mit Staubfiltern nachgerüstet werden. Darauf weist der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks hin. Betroffen sind Heizungsanlagen, die mit Festbrennstoffen wie Holzscheiten, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle befüllt werden und vor 1995 zugelassen wurden. Laut dem Bundesverband hatten 2017 zehn Prozent dieser sogenannten Einzelraumfeuerungsanlagen das entsprechende Alter und könnten von einer Modernisierung betroffen sein.

Der Grenzwert für Feinstaub liegt für sie ab 2021 bei 150 Milligramm pro Kubikmeter, für Kohlenmonoxid bei vier Gramm pro Kubikmeter. Wird dies überschritten, drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Hintergrund ist eine Regelung in der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV). Seit 2010 werden schrittweise Ofengenerationen den gesetzlichen Regelungen unterworfen. Auch in den kommenden Jahren sind viele weitere Modelle betroffen.

(tmn)
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