Kolumne Fahrräder nicht vergessen!

Eine Quartiersentwicklung ohne Berücksichtigung von Fahrrädern und der dazugehörigen Infrastruktur ist heute in jedem Bebauungsplan mindestens genauso wichtig wie begrünte Dächer.

Stefanie Anna Adams ist Geschäftsführerin der Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH.

Stefanie Anna Adams ist Geschäftsführerin der Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH.

Foto: Michelle Zillekens, larsson et al

Es ist bewegend zu sehen, wie das Fahrrad gleichberechtigt oder oft mit Vorrang in die Planungen der Infrastruktur eingebunden wird. Viele von uns begleitet der Drahtesel, der mehr und mehr zum Lasten-Esel wird, seit Kindertagen. Doch wie verhält es sich eigentlich mit den Regeln für Radfahrer, erinnern Sie sich noch? Das Fahren gegen eine Einbahnstraße, die in Quartieren nicht selten vorhanden ist, ist für Radfahrer nahezu selbstverständlich. Ist dies aber immer erlaubt? Nein, sagt die Rechtsprechung. Der Fußgänger-
überweg wird mittlerweile nur noch als Zebrastreifen bezeichnet. Der eigentliche Sinn dieser Fahrbahnmarkierung ist vergessen worden. Der Übergang ist für Fußgänger gedacht und nicht für Fahrradfahrer. Wer mit dem Fahrrad queren will, ohne zu warten, muss absteigen und schieben. Hand auf’s Herz, wer tut das? Es sind nicht nur die Kommunen und die Investoren, die die richtige Infrastruktur schaffen müssen. Es ist ein Miteinander im Straßenverkehr für Fußgänger, Fahrradfahrer und allen anderen. Jeder Einzelne kann durch Rücksichtnahme und Regeln dazu beitragen. Denn eines ist klar: Das Fahrrad in all seinen Formen ist wichtig für unseren CO2-Fußabdruck, die Gesundheit und das Klima in einer lebendigen Stadt zum Wohlfühlen. Bleiben wir in Bewegung.

Stefanie Anna Adams

Die Autorin ist Geschäftsführerin der Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH.

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