Kolumne Der Markt ist nun ausgeglichener

Einige reißerische Schlagzeilen aus den vergangenen Wochen: „Wahnsinn – Häuserpreise fallen um bis zu 30 Prozent“; „Müssen sich Eigentümer Sorgen machen?“; „Wohnimmobilien: Makler erwarten massive Wertverluste“. Aus unserer Sicht ist diese Dramatik unangebracht.

 Diplom-Kaufmann Udo Grondowski -Vorstand der VOBA IMMOBILIEN eG-

Diplom-Kaufmann Udo Grondowski -Vorstand der VOBA IMMOBILIEN eG-

Foto: Voba

Ja, es stimmt, wir leben heute in einer anderen Welt als noch vor wenigen Monaten: Die Gemengelage aus Zinsen, Inflation, Energiepreisen, Krieg und Corona führt zu Unsicherheiten und Veränderungen. Die bislang nicht bekannte Schnelligkeit bei der Zinsentwicklung drückt die Nachfrage. Bestandsimmobilien mit sehr schlechten Energiewerten tun sich schwer.  Die Zeit von „Mondangebotspreisen“ ist vorbei. Aber das ist keine Zeitenwende, sondern eine ganz normale, gesunde Marktreaktion. Verkäufer mit einer realistischen Preiseinschätzung müssen sich keine Sorgen machen. Die Nachfrage ist immer noch hoch genug. Immobilien, die nicht verkauft wurden, oder bei denen aufgrund von Fehl-
einschätzungen oder neuen Entwicklungen Preissenkungen vorgenommen werden mussten, hat es immer schon gegeben. Auch Objekte, bei denen die Vermarktung mal etwas länger dauert. Letztlich jedoch sind Immobilien immer noch der beste Sicherheitsanker in unsicheren Zeiten.

Fazit: Der Markt ist ausgeglichener geworden und völlig intakt. Die aktuelle Situa-
tion eröffnet Kaufinteressierten mit guter Bonität mehr Verhandlungsspielraum. Und das ist gut so.

Udo Grondowski

Der Autor ist Vorstand der VOBA IMMOBILIEN eG.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort