Packen Sie's an! Energetische Sanierung: Mit präzisem Plan und Beratung zum Erfolg

Berlin · Energie sparen, in den Wert der Immobilie investieren und die Umwelt schützen - klingt gut? Wer solche Erfolge über eine energetische Sanierung anstrebt, muss sich gut informieren und präzise planen.

Ist der Dachboden zugig und ungedämmt, lohnt sich eine energetische Sanierung.

Ist der Dachboden zugig und ungedämmt, lohnt sich eine energetische Sanierung.

Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Was ist eine energetische Sanierung?

  • Dämmung der Gebäudehülle, insbesondere der Außenfassade
  • Dämmung von oberster Geschossdecke, Kellerdecke und Dach
  • Austausch der Fenster
  • Heizungsoptimierung mit neuer Pumpe und hydraulischem Abgleich
  • alternative Heizung zu Gas und Öl (zum Beispiel Wärmepumpe)
  • Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
  • Einsatz erneuerbarer Energien wie Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen
Durch die Dämmung der Fassade wird der Energiebedarf des Hauses gesenkt.

Durch die Dämmung der Fassade wird der Energiebedarf des Hauses gesenkt.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Wie groß ist der Nachholbedarf?

Was verbessert meine Immobilie - und was kostet das?

Wann ist eine energetische Sanierung Pflicht?

  • Austausch von Gas- und Öl-Heizkesseln älter als 30 Jahre. Ausnahme: sogenannte Brennwert- und Niedertemperaturkessel. Welchen Kesseltyp man hat, kann der Schornsteinfeger mitteilen.
  • Oberste Geschossdecken beheizter Räume dämmen. Das gilt als erfüllt, wenn das Dach darüber entsprechend gedämmt ist.
  • Dämmung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen und Armaturen in nicht beheizten Räumen.

Woher bekomme ich erste verlässliche Informationen?

Ein Energieberater plant die Sanierung, überwacht die Arbeiten und sichert die hohe Qualität aller anfallenden Maßnahmen am Haus.

Ein Energieberater plant die Sanierung, überwacht die Arbeiten und sichert die hohe Qualität aller anfallenden Maßnahmen am Haus.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wie gehe ich bei der Sanierung vor?

  • Dach
  • Außenwände
  • Fenster, Türen und Keller
  • vorhandene Anlagentechnik (Heizung, Warmwasserbereitung)
  • Man kann aufeinander abgestimmte Maßnahmen Schritt für Schritt über mehrere Jahre umsetzen.
  • Man peilt eine komplette Gesamtsanierung zu einem sogenannten Effizienzhaus an. Dieses muss dann einen bestimmten, nachweisbaren energetischen Standard erreichen, erklärt Brandis. Der Energiebedarf wird durch eine Bilanzrechnung nachgewiesen, wobei nur ein gewisser Maximalwert erreicht werden darf. Es gibt aber mehrere Stufen. Je niedriger der Energiebedarf, desto besser ist die Stufe.

Wo finde ich einen Überblick über Fördermittel?

  • Welches Budget habe ich privat für den Umbau?
  • Welche Konditionen für Kredite - spezielle Angebote für eine Sanierung - bietet meine Hausbank?
  • Kann ich einen Bausparvertrag oder Wohn-Riester einsetzen? Welche Förderprogramme gibt es?
  • Wann sollen sich die Investitionen amortisieren?

Was kosten Sanierungsmaßnahmen im Einzelnen?

Welche Maßnahmen sind in welcher Reihenfolge sinnvoll?

  • Steht später eine Dämmung der Außenwände an, muss die Dämmwirkung der Fenster bereits zur späteren Fassade passen - sonst kann es zu Wärmebrücken und Feuchtigkeit kommen, erklärt Florian Becker.
  • Zum Senken des Energiebedarfs tragen Dämmen und ein Austausch der Fenster bei. „Erst im Anschluss sollte die Heizanlage ausgetauscht werden, damit sie richtig dimensioniert und eingestellt werden kann“, sagt Alexander Steinfeldt von co2online. „Das ist keine seltene Empfehlung von uns“, sagt auch Brandis.
  • Wer mit der Heizung beginnt, weil sie jetzt defekt ist, läuft Gefahr, eine neue einzubauen, die bei weiteren Dämmungsmaßnahmen für das immer effizientere Haus überdimensioniert wird.
Durch das Kombinieren von Wärmepumpe und PV-Anlage können Stromkosten gespart werden.

Durch das Kombinieren von Wärmepumpe und PV-Anlage können Stromkosten gespart werden.

Foto: Laura Ludiwg/dpa-tmn

Kann ich auch meinen eigenen Storm erzeugen?

  • Die Erzeugung von Warmwasser auf dem Dach (Solarthermie) unterstützt die Heizungsanlage mit dem vorerwärmten Wasser.
  • Der per Photovoltaikanlage erzeugte Strom kann unter anderem bei einer Wärmepumpe zum Einsatz kommen, für den Betrieb des Motors und im Falle, dass mit Strom zugeheizt werden muss.

Worauf muss ich bei der Vergabe der Aufträge achten?

Wie viel Energie kann ich durch die Maßnahmen einsparen?

Dämmstoffe wirken in beide Richtungen: Im Winter halten sie die Wärme im Haus, im Sommer verhindern sie, dass die Hitze eindringt.

Dämmstoffe wirken in beide Richtungen: Im Winter halten sie die Wärme im Haus, im Sommer verhindern sie, dass die Hitze eindringt.

Foto: Silas Stein/dpa/dpa-tmn
  • Energieberatung und professionelle Planung fehlten.
  • Die neue Heizanlage wurde nicht richtig eingestellt.
  • Nach der Sanierung gab es kein Monitoring des Energieverbrauchs und keine Optimierung.

Wird mein Haus durch die Energieeinsparung wertvoller?

(dpa)
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