Viele Fernbusfahrer sitzen zu lange am Steuer

Kontrollen in NRW: Viele Fernbusfahrer sitzen zu lange am Steuer

Kontrollen haben ergeben, dass Fernbusunternehmen aus NRW gegen die Ruhzeiten-Bestimmungen und die Verkehrssicherheit verstoßen haben.

Wie das NRW-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden bei den Kontrollen zwischen März und Mai 2016 insgesamt 1215 Mängel festgestellt. Kontrolliert wurden demnach in diesem Zeitraum fast 40 Unternehmen, die im Fernbusverkehr tätig sind und ihren Sitz in NRW haben.

Hauptaugenmerk richteten die Kontrolleure auf die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten. In 22,1 Prozent der Fälle wurde eine Überschreitung der Arbeitszeit festgestellt, in 148 Fällen (12,2 Prozent) zudem eine Unterschreitung der vorgeschriebenen Tagesruhezeit. 82 Mal wurden die Lenkzeiten nicht eingehalten, und ganze 445 Mal die Pausen verkürzt oder zu spät eingelegt.

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"Gerade im Personentransportgewerbe gilt Null-Toleranz, wenn Vorschriften missachtet werden", sagt NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer. Gegen sechs der nun kontrollierten Unternehmen wurden entsprechend Bußgeldverfahren eingeleitet.

Die Kontrolleure stellten zudem fest, dass fast die Hälfte aller Verstöße auf nur drei Betriebe entfiel. Bei diesen seien gehäuft auch schwerwiegende Mängel festgestellt worden. "Wir haben einige schwarze Schafe in der Branche identifiziert", sagt Schmeltzer. Welche Betriebe das seien, teilte das Ministerium allerdings nicht mit.

(das)