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Sprit-Preise: Europa-Preisvergleich - wo kann man billig tanken?

Fragen und Antworten für Urlauber : Wo Tanken teurer ist als in Deutschland

In diesem Jahr geht es für viele Deutsche mit dem Auto in den Urlaub. Durch geschicktes Tanken kann man dabei kräftig sparen – vor allem im Ausland. In der Schweiz, in den Niederlanden und in Dänemark ist der Sprit hingegen teurer.

Besser in Deutschland das Fahrzeug nochmal volltanken oder lieber bis hinter der Grenze warten, und dort eine Tankstelle aufsuchen? Das fragen sich viele Autofahrer besonders zur Ferienzeit, wenn es mit der Familie in den Urlaub geht. In diesem Jahr kommt fliegen für die meisten nicht in Frage. Sehr weit ist es zum Glück mit dem Auto nicht in die Nachbarländer. Durch geschicktes Tanken können Autofahrer dabei zum Urlaubsbeginn kräftig sparen.

Was kostet Sprit in Deutschland?

Nach dem vorübergehenden Ölpreis-Tief vor einigen Monaten sind die Spritpreise mittlerweile wieder gestiegen. Eine höhere Nachfrage an der Zapfsäule und der gestiegene Rohölpreis sind der Grund. Auf Vor-Corona-Niveau sind die Preise zwar noch nicht, doch für einen Liter Diesel zahlen Autofahrer an der Tankstelle derzeit durchschnittlich wieder 1,08 Euro, für einen Liter Super E10 1,23 Euro. Ende April – nach Berechnungen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) bislang der günstigste Zeitpunkt zum Tanken in diesem Jahr – lag der Preis noch bei 1,03 Euro beziehungsweise 1,17 Euro.

Wie können Autofahrer Geld sparen?

Innerhalb Deutschlands empfiehlt der ADAC, die Preise vor dem Tanken zu vergleichen – so sparen Autofahrer Geld und kurbeln zudem den Wettbewerb an. Einer aktuellen Auswertung des ADAC zufolge ist der Preis für Sprit hierzulande abends zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Vorsicht ist jedoch am Morgen ratsam. Denn zwischen 5 und 8 Uhr ist der Kraftstoff meist deutlich teurer. „Allein durch die Wahl des richtigen Tankzeitpunkts lassen sich bis zu elf Cent je Liter sparen“, teilt der ADAC mit. Der Verein gibt an, dass es nicht nur abends, sondern auch tagsüber mehrere kurze Zeitfenster mit relativ günstigen Preisen gäbe.

Teure Autobahntankstellen sollten dabei vermieden werden. Autofahrer können so mehr als 20 Cent pro Liter sparen, heißt es in einer Studie des ADAC aus dem vergangenen Sommer. „Wer vor einer längeren Reise schon am Abfahrtsort tankt, kann daher viel Geld sparen“, resümiert der Automobil-Club. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung können das mehr als zehn Euro sein.

Wo ist es im Ausland teurer?

Geht es für den Urlaub in die Schweiz, sollten Autofahrer in jedem Fall vor der Grenze an einer Tankstelle Halt machen – und am besten volltanken, so der ADAC. Der Preis für einen Liter Diesel liegt in der Schweiz derzeit im Mittel bei 1,63 Euro; Super kostet 1,34 Euro. Das gleiche Vorgehen gilt bei Reisen in die Niederlande (1,31 Euro, 1,67 Euro) sowie nach Italien (1,29 Euro, 1,42 Euro), Frankreich (1,23 Euro, 1,31 Euro) und Dänemark (1,28 Euro, 1,58 Euro).

Wo ist es im Ausland günstiger?

In Österreich ist Kraftstoff jedoch preiswerter als in Deutschland. Ein Liter Diesel kostet derzeit im Schnitt 99 Cent, ein Liter Super 1,02 Euro. Es lohnt sich also, hinter der Grenze zu tanken. Auch Urlauber, die das Land passieren, um etwa nach Italien zu reisen, sollten einen Stopp an einer Tankstelle einplanen.

In Kroatien ist der Benzin-Preis hingegen momentan nahezu identisch mit dem in Deutschland (1,09 Euro, 1,14 Euro). Dort kann also ohne Sorgen nachgefüllt werden.

Info Die aktuellen Durchschnittspreise aller europäischen Länder für Sprit stehen auf der Internetseite des ADAC.