Welche Euronorm hat mein Auto? Droht das Diesel-Fahrverbot auch für Benziner?

Drohende Fahrverbote: Was Diesel-Besitzer jetzt bei Google suchen

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge sind grundsätzlich möglich. Die Verunsicherung bei Diesel-Besitzern ist nun groß. Wir beantworten die häufigsten Suchanfragen bei Google zu dem Thema.

  • "Welche Schadstoffklasse hat mein Auto?" - "Welche Euronorm hat mein Auto?"

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Ist das Diesel-Fahrzeug vor dem 1. Oktober 2005 das erste Mal zugelassen worden, schauen Sie in Ihren Fahrzeugschein. Die Schadstoffklasse Ihres Fahrzeugs finden Sie unter "Schlüsselnummer – zu 1" auf der zweiten Seite links oben. Wurde das Auto nach September 2015 zugelassen, heißt der Fahrzeugschein "Zulassungsbescheinigung Teil 1". Dort finde Sie die entscheidenden Hinweise unter den Punkten 14 und 14.1.

Endet die Zahl im Fahrzeugschein oder im Feld 14.1 der "Zulassungsbescheinigung Teil 1" mit den Zahlen 00 bis 88, könnten Sie schon bald ein Problem haben. Das Fahrzeug entspricht dann nur einer der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 oder einer "sonstigen" Klasse.

Stehen dort die Zahlen-Buchstaben-Kombinationen 35AO bis 35MO, erfüllt Ihr Diesel die Abgasnorm Euro 5 und Sie sind laut Gerichtsurteil noch bis zum 1. September 2019 vor Fahrverboten sicher.

Derzeit noch auf der ganz sicheren Seite sind Sie bei den Zahlen 36 + zweistelliges Buchstabenkürzel. Das bedeutet Euro 6, hier sind vorerst keine Fahrverbote vorgesehen. Die aktuellste Norm Euro 6d erkennen Sie an dem Schlüssel 36AJ.

  • "Droht Fahrverbot auch für Benziner?"

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Bislang ging es vor Gericht nur um Diesel-Fahrzeuge. Doch die klagende Deutsche Umwelthilfe möchte auch alte Benziner aus den Städten verbannen. Sollte es dazu kommen, wären wohl Benzinfahrzeuge betroffen, die maximal die Abgasnorm Euro 2 erfüllen und noch kein H-Kennzeichen haben. Bei diesen endet die Schlüsselnummer auf 00 bis 43.

  • Nach Urteil zu Diesel-Fahrverboten : Bundesregierung will Thema blaue Plakette bald angehen
  • "Welche Diesel sind vom Fahrverbot betroffen?"

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Zunächst wären alle Diesel-Fahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 betroffen, ab 1. September 2019 auch Euro-5-Fahrzeuge. Wie "Bild" unter Berufung auf den Fahrzeugbewerter Schwacke schreibt, sind das insgesamt über 10.000 verschiedene Typen. Woran Sie erkennen können, ob Ihr Diesel betroffen ist, haben wir weiter oben im Text erklärt.

  • "Welche Städte sind vom Diesel-Fahrverbot betroffen?"

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Allein in NRW reißen elf Städte im Jahresmittel den Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 µg/m³. Akut von Fahrverboten bedroht sind Köln und Düsseldorf, gefährdet sind Oberhausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Hagen, Wuppertal, Leverkusen und Aachen, leicht gefährdet Essen und Solingen.

Bundesweit von Fahrverboten bedroht sind unter anderem Oldenburg, Hamburg, Kiel, Berlin, Hannover, Dresden, Leipzig, Halle, Koblenz, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Stuttgart, Nürnberg und München.

Diesel-Fahrverbot in den Städten: So gefährlich ist Stickstoffdioxid
  • "Kann ein Diesel auf Euro 6 nachgerüstet werden?"

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Laut ADAC ist eine Hardware-Nachrüstung an Euro-5-Dieselfahrzeugen nicht nur möglich, sondern auch hochwirksam. Einer Untersuchung des Autoclubs zufolge lassen sich innerorts bis zu 70 Prozent und außerorts bis zu 90 Prozent weniger Schadstoffausstoß durch Nachrüstungen an solchen Fahrzeugen erreichen. Knackpunkt: Die Kosten einer Nachrüstung belaufen sich auf 1400 bis 3300 Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Überblick - diese Autos erfüllen die Euro-6d-temp-Norm

(csr)
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