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Do-it-yourself: Tipps zum Werterhalt des Autos

Do-it-yourself : Tipps zum Werterhalt des Autos

Mal ein Birnchen austauschen? Das geht meistens recht einfach. Einen Luftfilter zu wechseln – da wird es schon schwierig. Gerade nach dem Winter können Halter jedoch oft selbst Hand anlegen. Wir geben fünf Tipps zum Auto-Werterhalt.

Mal ein Birnchen austauschen? Das geht meistens recht einfach. Einen Luftfilter zu wechseln — da wird es schon schwierig. Gerade nach dem Winter können Halter jedoch oft selbst Hand anlegen. Wir geben fünf Tipps zum Auto-Werterhalt.

Nächster Service: 25.000 Kilometer — so steht es bei den meisten Fahrzeugen nach dem turnusgemäßen Werkstatttermin auf dem Display. Nimmt man die durchschnittliche jährliche Fahrleistung von 12.000 Kilometern (Statistisches Bundesamt) als Berechnungsgrundlage, heißt das: Zwischen den Serviceterminen können mehr als zwei Jahre liegen.

Bremsen, Räder, Beleuchtungsanlage oder Filter brauchen da zwischenzeitlich Aufmerksamkeit. "Viele Verschleißteile müssen eventuell schneller ausgewechselt werden", so Eberhard Lang von TÜV SÜD. Zwar warnt moderne Fahrzeugelektronik vor zur Neige gehender Bremsflüssigkeit und abgefahrenen Bremsbelägen. Hundertprozentig verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Ein gewisses Grundverständnis für die Technik sollte jeder Autofahrer mitbringen. Außerdem hilft ein Blick in die Betriebsanleitung um herauszufinden, was einfach selbst gemacht werden kann. "Das trägt enorm zum Werterhalt bei", so Lang.

1. Leuchten: Beinahe allen Lampen im Auto kann sich der Autofahrer selbst widmen. Weil der Tausch von Blinker- und Standlicht und anderen Lampen manchmal selbst die Werkstatt viel Zeit kostet, lässt sich mit Do-it-yourself hier durchaus Geld sparen. Nach dem selbst durchgeführten Austausch von Scheinwerferlampen sollten die Einstellungen in der Werkstatt überprüft werden. Das kostet in aller Regel weniger als der Wechsel oder ist sogar gratis. Einzige Ausnahme sind Von Xenon-Lampen - an die sollten grundsätzlich nur Experten ran. Denn diese Scheinwerfer setzen zum Zünden Spannungen von bis zu 50.000 Volt ein.

2. Ausbessern: Mit Tupflack lässt sich Rost an Steinschlagschäden stoppen. Geschickte Tüftler erzielen sogar mit Spraydosen akzeptable Ergebnisse. Jedoch darf niemand ein makelloses Finish erwarten wie bei der Werks- oder einer Profilackierung. Das gilt vor allem für Metallic-Farben.

3. Reinigen: Es gibt viele Stellen, an denen ein Auto abseits der Wagenwäsche von einer Reinigung profitiert. "Ein sauberer Motor neigt viel seltener zu Störungen und Reparaturbedarf", sagt Lang. Wer zudem den Unterboden, Achs- und Radaufhängungskomponenten regelmäßig reinigt, verhindert Korrosion. Das erhält den Wert und macht sich spätestens beim Weiterverkauf bemerkbar, denn kritische Gebrauchtwagenkäufer und Händler haben mehr im Blick als nur Motor und Lack.

4. Schmieren: Wer Türen und Hauben Schmierung gönnt, wird den Erfolg unmittelbar bemerken. Schlösser arbeiten leichter und Scharniere quietschen nicht länger. Letztere verschleißen übrigens Dank Behandlung mit Sprühfett viel langsamer. Das beugt zudem schlecht schließenden Türen vor. Gelenke an Motor- und Kofferraumhauben freuen sich über ein paar Tropfen Universalöl. Die Schließzylinder sollten — wenn überhaupt — nur einen speziellen Teflon-Schmierstoff bekommen und keinesfalls Graphit. Das ist für heutige Materialien ausgesprochen schädlich.

5. Lassen: Finger weg von allen Sicherheitskomponenten wie Bremsen, Lenkung, Radaufhängung und Elektronik. "Bei diesen Bauteilen sind Fachkenntnisse gefragt. Wer keine entsprechende Ausbildung hat, muss solche Arbeiten einer Werkstatt überlassen", sagt Lang.

Nachweisen: Regelmäßige Wartung nach den Herstellervorschriften hilft den Wiederverkaufswert zu erhalten. Wer etwas selbst macht, bekommt dafür keine Stempel in das Service-Heft. Andere Nachweise, wie etwa Rechnungen für Material, können diesen Mangel zumindest teilweise ausgleichen.

Hier geht es zur Infostrecke: Tipps für ein langes Autoleben

(jco)