Darum ist Ihr Auto gerade so klebrig - was sie gegen Honigtau tun können und welche Bäume Sie meiden sollten

Warnung vor Lackschäden: Darum ist Ihr Auto gerade so klebrig

Viele Autos sind derzeit überzogen mit einem dunklen Schmutzfilm, selbst die Bürgersteige kleben. Worum es sich bei dem klebrigen Stoff handelt und was man dagegen tun kann.

Wenn es draußen warm ist und die Sonne von einem nahezu wolkenlosen Himmel scheint, dann laufen die Blattläuse zur Hochform auf. Besonders auf Linden machen es sich die kleinen Schädlinge gemütlich. Doch dabei greifen sie nicht nur den Baum an, sondern mit ihren auch Honigtau genannten Ausscheidungen auch die darunter parkenden Autos. Darauf weist der ADAC hin.

Diese Ausscheidungen bestehen zum großen Teil aus einer Zuckerlösung, dem sogenannten Honigtau, ein idealer Nährboden für bestimmte Pilzarten. „Diese Pilze bilden einen schwarzen aggressiven Belag. Gerade in der prallen Sonne brennt sich das Zucker-Pilz-Gemisch in den Autolack ein“, erklärt ADAC-Experte Jörg Kirst.

Er empfiehlt deshalb, das schmutzige Auto möglichst schnell aus der prallen Sonne zu fahren und den Lack gründlich zu reinigen. Beim Besuch einer Autowaschanlage sollten in jedem Fall nur Programme genutzt werden, die eine Vorwäsche enthalten.

Doch nicht immer genügt für eine gründliche Reinigung die Fahrt durch die Waschstraße. Sind danach noch Schmutzrückstände erkennbar, sollten die betroffenen Stellen mit einem feuchten Lappen aufgeweicht und dann vorsichtig gereinigt werden. Bei hartnäckigen Stellen können Spezialreiniger aus dem Fachhandel helfen oder aber eine Reinigungsknetmasse, die die Verschmutzungen besonders sanft aufnimmt.

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Drastischer formuliert es Markus Herrmann, Präsident des Bundesverbands Fahrzeugaufbereitung (BFA): „Honigtau ist die Pest: Wenn er noch frisch ist, entsteht durch Gärung Alkohol, der den Lack anlösen kann. Und wenn Honigtau trocknet, wird er glashart - dann haben Verbraucher fast keine Chance mehr, selber die Tröpfchen vom Auto zu entfernen ohne den Lack zu beschädigen.“ Sein Tipp: so schnell wie möglich in die Waschanlage.

Wichtig ist es laut ADAC zudem, die Scheiben regelmäßig von innen und außen zu reinigen. Nur so ist gute Sicht garantiert, wenn man gegen die Sonne fährt.

Gerade im Sommer sind viele Autofahrer mit einem Cabrio unterwegs. Zur Pflege des Verdecks genügen laut Auto Club Europa (ACE) eine weiche Bürste und viel klares Wasser. Lösungsmittelzusätze können dem Cabriodach Schaden zufügen und sollten deshalb nicht verwendet werden. Um Honigtau, Vogelkot oder andere aggressive Ablagerungen zu beseitigen, ist es demnach ratsam, alkalifreie Feinwaschmittel zu benutzen. Herkömmliche Putzmittel, die Säuren enthalten, sind ungeeignet: Sie lassen die Gummizwischenschicht aufquellen und undicht werden.

Ein Tipp zum Schluss: Das Auto sollte mindestens zweimal im Jahr nach der Reinigung mit Hartwachs behandelt werden. Dann haften die Ablagerungen nicht so gut.

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