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Steinschlag-Reparatur: Bußgeld droht nur bei Rissen im Sichtfeld

Steinschlag-Reparatur : Bußgeld droht nur bei Rissen im Sichtfeld

Düsseldorf (RPO). Einige Firmen werben, Steinschläge in der Scheibe müssten sofort behoben werden, da sonst ein Bußgeld drohe. Das trifft aber nur auf größere Schäden im Sichtbereich zu. Darüber hinaus gibt es einiges zu bedenken, bevor man sich für eine Reparatur entscheidet.

Die Reparatur-Firmen werben damit, dass schon ein kleiner Riss in der Scheibe die Sicht erheblich behindern könne. Eine Scheibenreparatur schaffe in diesem Fall günstig und schnell Abhilfe. Zudem müsse ein Schaden gleich behoben werden, da sonst ein Bußgeld drohe.

Das stimmt aber nur zum Teil und trifft nur auf lange Risse zu, die die Sicht erheblich behindern und somit das Auto in einen mangelhaften Betriebszustand versetzen. Das kostet bei einer Kontrolle 90 Euro und gibt drei Punkte in Flensburg.

Kleine Steinschläge, die nicht im Sichtbereich liegen, werden nicht moniert. Übrigens: Glasreparaturen im Sichtbereich sind verboten, hier hilft nur ein Wechsel der Scheibe, trotz oft anderslautender Aussagen.

Versicherung zahlt nicht alle Reparaturen

Außerdem werden nicht alle Reparaturen auch hinterher von der Teilkasko-Versicherung bezahlt. Sehr kleine Stellen sind beispielsweise nicht versichert. Autobesitzer, die sich solch eine Reparatur andrehen lassen, bleiben oftmals später auf ihren Kosten sitzen.

Denn die Selbstbeteiligung wird nur erlassen, wenn vor der Reparatur die Versicherung kontaktiert wurde. Wer zudem eine Police mit Werkstattbindung abgeschlossen hat, muss den Schaden auch von dieser Werkstatt beheben lassen und darf nicht zu einem freien Glasreparaturbetrieb wechseln.

(SP-X, fh/qui)