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Auto: So schützt man sich vor dem Diebstahl vom Katalysator

Sicherheit : Katalysatoren sind beliebtes Diebesgut

Katalysatoren werden immer häufiger gestohlen. Die Statistik belegt, dass die Zahl der Diebstähle zunimmt. Warum das so ist und wie man sich schützt, lesen Sie hier.

Geldbörsen, Fotokameras, Handys: All das mag begehrtes Diebesgut sein, um das man besonders im Urlaub erleichtert wird. Doch auch der Katalysator unter dem Auto ist wertvoll und im Visier von Langfingern. Nicht nur im Urlaub.

Hochwertige Bauteile aus Edelmetallen wie Palladium, Platin und Rhodium wecken höchste Begehrlichkeiten, berichtet der Auto Club Europa (ACE). Zwar sind davon im Kat nur kleinste Mengen enthalten, doch die Preise für solche Edelmetalle steigen.

Die Zahl der Delikte nimmt zu: Im vergangenen Jahr zählte allein die Straßenwacht des ADAC 420 Diebstähle. Dieses Jahr waren es sogar schon 448 Kats bis Mitte Juli. Hochgerechnet auf das Jahr wäre das eine Verdoppelung, so der ADAC.

Das Phänomen scheint vor allem ältere Autos mit Benzinmotoren zu betreffen. Diese enthalten laut ACE mehr Rhodium in den Kats. Auch kommen Diebe leichter an sie heran. Die Kats sind in der Regel besser zugänglich montiert und liegen meist in der Mitte des Wagenbodens.

 Manche Diebe erkennen hier eine Goldgrube und haben es auf die Katalysatoren und deren wertvolle Bauteile abgesehen.
Manche Diebe erkennen hier eine Goldgrube und haben es auf die Katalysatoren und deren wertvolle Bauteile abgesehen. Foto: dpa-tmn/Boris Roessler

In neueren Autos ist laut ADAC der Kat oft in der Nähe des Motors platziert, um ihn nach einem kalten Start schneller auf Betriebstemperatur zu bekommen. Dort kämen Diebe schlechter heran. Neuere Kats verfügen zudem nicht mehr über so viele Edelmetalle. Allerdings ist laut ACE der Anteil an Rhodium bei einigen Hybriden erhöht, was sie bei gut zugänglichem Kat auch attraktiv für Diebe macht.

Beispiele für besonders gefährdete Modelle sind laut ACE: VW Polo III (Baujahre 1994 bis 2001), Opel Astra G (1998 bis 2005), Toyota Prius III (2009 bis 2016), Mitsubishi Carisma (1995 bis 2004) und Space Waggon (1998 bis 2002) sowie Seat Arosa, VW Lupo und Honda Jazz. Auf Dieselpartikelfilter haben es Diebe bei Modellen wie Mercedes Sprinter und VW Crafter abgesehen.

Hohe Fahrzeugtypen wie die letztgenannten Kastenwagen oder Wohnmobile stellen eine leichte Beute dar. Sie müssen zur Demontage des Kats nicht einmal angehoben werden. Trainierte Kriminelle brauchen nach Angaben der Autoclubs nur wenige Minuten dazu. Um an den Kat zu kommen, bocken die Kriminellen das Auto auf. Dann durchschneiden sie das Abgasrohr vor und hinter dem Kat und schon ist dieser draußen.

Eine Flex oder Elektrosäge kommt oft an lauten Straßen zum Einsatz, an ruhigeren Orten nutzen Diebe einen Auspuff- oder Kettenrohrabschneider, so der ADAC. In den Ferien haben Diebe oft leichtere Beute. Einerseits stehen Autos dann oft länger unbeobachtet, weil die Besitzer verreist sind. Andererseits können sie bei einer Autoreise am Urlaubs-
ort vielleicht nicht immer in Sichtweite parken.

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Am sichersten stehen Autos in einer abschließbaren Garage. Aber unterwegs? Da sollte man Ausschau nach Parkplätzen an belebten, gut beleuchteten Orten halten. Dort fallen die Aktionen eher auf.

Keine Sorge, selbst wenn man den fehlenden Kat nicht gleich sieht, hören wird man den Verlust gewiss. Ein sehr lautes Motorgeräusch ist Folge des Diebstahls. Das ist auch der Grund, warum das Auto nicht mehr im Straßenverkehr fahren darf, erklärt der ADAC. Zudem funktioniert die Abgasreinigung – die Aufgabe des Kats – nicht mehr. So erlischt auch die Straßenzulassung. „Wer einen Diebstahl feststellt, sollte die Polizei und seinen Kfz-Kaskoversicherer informieren und alles weitere mit ihm abstimmen“, rät Kathrin Jarosch. In der Regel ist ein Kostenvoranschlag erforderlich. Diese Art von Diebstahl gehört zu den „Teilentwendungen“, wie auch jener von Felgen, festeingebauten Radios, Navis und so weiter, erläutert Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Autofahrer, die nur eine Kfz-Haftpflicht haben, müssen aus eigener Tasche zahlen. Ob sich das für Selbstzahler wirtschaftlich lohnt, klärt auch hier ein Kostenvoranschlag. Denn die Reparatur kann je nach Auto und Stundenlohn zwischen mehreren Hundert bis mehreren Tausend Euro kosten, so die Autoclubs.