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ADAC Sommerreifentest 2017 - ein Reifen kriegt die Note "mangelhaft"

ADAC : Sommerreifen im Test — gute Bremser liegen an der Spitze

Gleich 31 Sommerreifen hat der ADAC unter die Lupe genommen, 16 für Mittelklasse-Pkw, 15 für SUV. Das Ergebnis: Knapp ein Viertel der Testkandidaten schnitt mit einem "gut" ab, einer erhielt die Note "mangelhaft".

Hauptgrund für das durchweg gute Ergebnis: Die meisten Kandidaten legten beim Bremsen auf nasser Fahrbahn eine gute Performance hin. Weil er genau in dieser Kategorie komplett versagte, wurde der Yokohama Geolandar SUV als einziger Reifen aus dem gesamten Testfeld mit der Note "mangelhaft" bewertet (Note 5,5).

Getestet wurden Modelle aus den beiden Reifengrößen für Mittelklassewagen (195/65 R15) und SUV (215/65 R16).

Der Goodyear EfficientGrip SUV (Note 2,1, Preis: 108 Euro) bekam in den Kategorien Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Verhalten auf trockener und nasser Fahrbahn durchweg gute Noten. Das bescherte ihm den Sieg in der Kategorie SUV-Reifen. Dicht auf den Fersen war ihm der Cooper Zeon 4XS Sport (Note 2,5, 89 Euro).

Schlusslicht im Testfeld der Geländewagenreifen wurde der Michelin Latitude Tour HP. Wegen seiner Schwächen besonders in der Seitenführung auf Nässe verteilten die Tester lediglich ein "ausreichend".

In der besonders häufig verkauften Reifengröße für Mittelklassewagen erreichten alle bekannten Marken das Ergebnis "gut": neben den Premium-Marken Pirelli, Bridgestone, Continental und Goodyear auch das preiswerte Modell von Esa-Tecar.

Eine gravierende Schwäche weist keiner dieser Reifen auf. Jedoch bekam der Continental Premium Contact S (Note 2,2, 75 Euro) eine Spitzenwertung bei Nässe (Note 1,9).

Schlusslicht in dieser Kategorie ist der GT Radial Champiro FE1 (Note 4,0, 58 Euro) mit dem Urteil "ausreichend" verliert vor allem wegen Schwächen auf nasser Fahrbahn.

Eine Warnung spricht der ADAC noch aus bei der M+S-Markierung auf vielen Sommerreifen für SUVs. Dieses Label erwecke den Eindruck, als seien diese Sommerreifen nicht nur geländegängig, sondern auch besonders wintertauglich.

Tatsächlich sei aber eher das Gegenteil der Fall: Bei niedrigen Temperaturen verlieren diese sogenannten Ganzjahresreifen ihre Elastizität und damit an Fahreignung bei Matsch und Schnee.

Außerdem täusche das grobstollige Profil einen besonderen Grip vor, der aber gar nicht gegeben sei. "Auch wenn die M+S-Markierung der gesetzlichen Winterreifenpflicht genügt: Wer aus Sparsamkeit auf einen echten Winterreifen bei SUVs verzichtet, nimmt große Sicherheitseinbußen in Kauf", warnt Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sommerreifentest 2017 des ADAC - die Ergebnisse

(csr)