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Auf den deutschen Straßen sind viele Autos mit dem begehrten „H“ Kennzeichen unterwegs. Doch wann handelt es sich bei einem Auto eigentlich um einen Oldtimer, und wie genau bekommt man das Oldtimer-Kennzeichen?

Wichtige Fakten rund um den Oldtimer

Im deutschen Sprachgebrauch wird von einem Oldtimer gesprochen, wenn es sich um ein Auto handelt, das mindestens 30 Jahre alt ist. Dann gibt es auch noch die Youngtimer, das sind Fahrzeuge, die zwar noch keine 30 Jahre hinter sich haben, aber mindestens 15 Jahre alt sind.

Richtige Oldtimer lassen sich an dem „H“ auf dem Kennzeichen erkennen. Das „H“ steht für „historisches Kennzeichen“ und wurde erstmals als Kennzeichen im Jahr 1997 eingeführt. Bislang gibt es in Deutschland mehr als 240.000 Autos, die dieses begehrte Kennzeichen erhalten haben. Aber nicht jeder Wagen, der 30 Jahre alt ist, bekommt es automatisch zugewiesen. Denn es gibt relativ harte Bedingungen, die zu erfüllen sind. Denn die Fahrzeuge müssen weitestgehend im Originalzustand sein.

Die Vorteile des Kennzeichens für den Autofahrer liegen auf der Hand: Oldtimer mit dem „H“- Kennzeichen müssen lediglich eine pauschale Kfz-Steuer bezahlen, die weniger als 200 Euro beträgt. Und die Oldtimer fallen nicht unter die Vorschriften zu städtischen Umweltschutzzonen und Feinstaubplaketten.

Den Oldtimer anmelden – so geht es

Generell haben alle Oldtimer die Chance, an ein historisches Kennzeichen zu kommen. Dafür müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt werden. Wichtig dafür ist, dass ein entsprechendes Gutachten vorgelegt werden kann. Darin muss ein offizieller Sachverständiger bestätigen, dass das Fahrzeug alle Anforderungen erfüllt, um als Oldtimer gelistet zu werden. Das Fahrzeug muss hierfür weitestgehend im Originalzustand sein. Wurden Teile ausgetauscht, muss es sich um Originale handeln. Ein schlechter Zustand ist kein Ausschlusskriterium. Folgende Unterlagen sind notwendig, um als private Person ein H-Kennzeichen zu erhalten:

Personalausweis

Zulassungsbescheinigung Teil I + II

Bisherige Kennzeichen

Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung

Oldtimergutachten

SEPA-Mandat des Inhabers

Oldtimer wie versichern?

Die meisten Autoversicherungen bieten für Oldtimer relativ günstige Tarife. Sowohl in Bezug auf die Haftpflicht-Versicherung, als auch auf die Kasko-Versicherung. Allerdings gibt es oftmals einen Haken. Denn so ein Oldtimer darf meistens nur rund 5000 bis 10.000 km gefahren werden. Somit ist eine alltägliche Nutzung kaum möglich. Eine weitere Besonderheit erstreckt sich auf andere Fahrer des Kfz. Denn Fahrer unter 25 Jahren sind in der Regel nicht mitversichert. Tipp: Es kann sein, dass Sie bessere Konditionen bekommen, wenn Sie Ihren Oldtimer bei der Versicherung versichern, bei der Sie auch einen Versicherungsvertrag für Ihr Alltagsfahrzeug abgeschlossen haben.

Oldtimer günstig kaufen – wo geht das?

Ob Oldtimer oder Youngtimer – wer sich für ein besonderes Fahrzeug interessiert, der muss sich gründlich informieren. Es gibt spezielle Plattformen, die sich mit dem Kauf  und Verkauf von Oldtimern beschäftigen. Und auch Händler sind mehrere verfügbar. Besonders hoch im Kurs stehen Auktionen, die auch noch ein bisschen Nervenkitzel zu bieten haben. Auf jeden Fall sollten Interessierte sich viel Zeit nehmen. Denn so einen Oldtimer zu kaufen, kann unter Umständen eine echte Herausforderung sein. Schließlich muss auf viele Besonderheiten geachtet werden, damit Sie das Auto auch als Oldtimer anmelden können.

Unter Gleichgesinnten – Oldtimertreffen besuchen

Ob Mercedes, Porsche, BMW oder VW – wer einen Oldtimer besitzt, der tauscht sich gerne mit Gleichgesinnten aus. Dafür bieten sich Oldtimertreffen an. Diese finden mittlerweile in regelmäßigen Abständen in nahezu allen Regionen in Deutschland und auch dem Ausland statt.