Spritpreis, Führerschein, Blackbox Das ändert sich für Autofahrer in 2024

Düsseldorf · Das nächste Jahr bringt gleich mehrere Änderungen für Autofahrer in Deutschland. Tanken wird teurer, eine bekannte Reifen-Kennzeichnung reicht im Winter nicht mehr aus und der Führerschein soll reformiert werden. Alle Neuigkeiten im Überblick.

Auto: Diese Autos werden 2024 zum letzten Mal produziert
9 Bilder

Diese Auto-Modelle werden 2023/24 eingestellt

9 Bilder
Foto: dpa-tmn/Daimler AG

Spritpreis

Tanken wird im nächsten Jahr schrittweise teurer. Der Grund: die CO₂-Bepreisung fossiler Brennstoffe. Am 1. Januar 2024 tritt die nächste Stufe der CO₂-Steuer in Kraft, wodurch eine Tonne 40 statt bisher 30 Euro kostet, wie der ADAC vorrechnet. Für Autofahrer bedeutet das einen Preisanstieg von etwa drei Cent pro Liter Benzin und Diesel.

Führerscheinreform

Die EU-Staaten haben sich am Montag (4. Dezember 2023) darauf geeinigt, dass es künftig auch einen digitalen Führerschein geben soll, den man auf dem Handy abspeichern kann. Dieser soll kostenlos abgerufen werden können. Die für 2024 geplante Führerscheinreform in der EU soll zudem das begleitete Fahren ab 17 Jahren in allen Mitgliedsländern einführen.

Wer künftig einen Führerschein verlängern lassen will, muss dafür nach dem Willen der EU-Staaten einen Fragebogen mit Gesundheitsfragen ausfüllen. Damit könnte künftig in Deutschland alle 15 Jahre eine solche Selbstauskunft fällig werden, wie aus Angaben der EU-Länder hervorgeht. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte Gesundheitstests für ältere Autofahrer hingegen abgelehnt.

E-Auto-Förderung

Die Richtlinien für die E-Auto-Förderung werden 2024 strenger: Gefördert werden Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis des Basismodells bis zu 45.000 Euro. Maximal ist eine Förderung des Bundes von 3000 Euro möglich. Unklar ist allerdings, wie es nach dem Karlsruher Haushaltsurteil mit dem Programm weitergeht.

Reifen

Blackbox

Ab dem 7. Juli 2024 müssen in Deutschland neu zugelassene Pkw mit einem sogenannten Event Data Recorder ausgestattet sein. Wie die Blackbox bei Flugzeugen sollen Daten gespeichert werden, die im Falle eines Unfalls zur Aufklärung ausgelesen werden können. Daten werden jedoch nur im Fall eines Unfalls und dann auch nur für fünf Sekunden vor und 300 Millisekunden nach dem Zusammenstoß gespeichert.

Fahrassistenzsystem

Ab dem 7. Juli 2024 werden nach Angaben des ADAC eine Reihe weiterer Fahrerassistenzsysteme Pflicht für neu zugelassene Fahrzeuge. Zu den Neuerungen gehören ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent, ein Notfall-Spurhalteassistent, ein Müdigkeits-Warnsystem, eine Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre, ein Notbremslicht, ein Rückfahrassistent sowie autonome Notbremsassistenzsysteme für Hindernisse und andere Fahrzeuge.

Abgasnorm

Die EU-Kommission hat eine weitere Fortschreibung der Abgasnorm Euro 6 als Euro 6e veranlasst. Diese wird für alle Erstzulassungen ab dem 1. September 2024 verpflichtend, wie der ADAC auf seiner Webseite schreibt. Autos mit dieser Abgasnorm können bis Ende 2025 neu zugelassen werden.

(mba/dpa)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort