Neuer Pick-up: VW Amarok: Angriff auf die Weltspitze

Neuer Pick-up : VW Amarok: Angriff auf die Weltspitze

Düsseldorf (RPO). Bei der Rallye Dakar in Argentinien bestand der VW Amarok den ultimativen Härtetest als Begleitfahrzeug. Im Sommer startet der Amarok bei uns. Es gibt Beobachter, die den Amarok global gesehen für wichtiger halten als den neuen Touareg.

Volkswagen will größter Autobauer der Welt werden. Auf dem Weg zur Marktführerschaft fehlte bislang ein Pick-up in der Ein-Tonnen-Klasse, die weltweit stark nachgefragt wird. Auf zwei Millionen Neuzulassungen schätzen Experten den jährlichen Markt. Mit dem neuen Amarok tritt VW mit einem technisch ausgereiften Fahrzeug nun in aussichtsreiche Konkurrenz zu den beherrschenden US-Autobauern und Japanern.

Insbesondere hat Volkswagen nach Angaben eines Sprechers an Wettbewerbern wie dem Ford Ranger, dem Nissan Navarra oder dem Mitsubishi L200 im Auge. Entsprechend werde auch der Preis für den Amarok ausfallen, der offiziell noch nicht feststeht. Die Spanne der Konkurrenten liegt zwischen etwa 28.000 bis 35.000 Euro. Der letzte etwas kleinere Pritschenwagen war vor zehn Jahren der VW Taro.

Doppelkabine mit vier Türen

Der Amarok wird in Argentinien gebaut und startet zunächst auf dem südamerikanischen Markt. Vom Sommer an soll der Wagen auch nach Deutschland exportiert werden, teilte Volkswagen bei der Vorstellung in Llao Llao in Patagonien mit. Zur Serienausstattung gehören unter anderem vier Airbags.

Starten wird der 5,25 Meter lange Amarok als Doppelkabine mit vier Türen, fünf Sitzplätzen und einer Ladefläche von 1,56 mal 1,62 Metern. Die Ladekapazität liegt bei bis zu 1,15 Tonnen. Zusätzlich kann der Amarok Hänger mit bis zu 2,8 Tonnen Gewicht ziehen.

Als Motor kommt zunächst ein 2,0-Liter großer TDI-Motor zum Einsatz, den es in zwei Leistungsstufen gibt. Im Topmodell kommt er auf 120 kW/163 PS, erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h und verbraucht vergleichsweise bescheidene 7,8 Liter. Das entspricht einem CO2 -Ausstoß von 206 g/km. Der Ford Ranger dagegen benötigt bei geringerer Leistung 9,3 Liter.

Erstmals unter 200 g/km

Etwas später folgt eine Variante mit 90 kW/122 PS Leistung, die 7,6 Liter verbraucht und 199 g/km ausstößt. Zunächst für Südamerika ist außerdem ein Benziner geplant, der dort auch auf den Verbrauch von Alkohol und Ethanol ausgelegt ist. Erstmals wird damit in dieser Klasse ein Allrad-Fahrzeug mit einer CO2-Emission von weniger als 200 Gramm angeboten.

Neben den Motoren kann auch die Antriebsart gewählt werden: Es gibt den Pick-up wahlweise mit Heckantrieb, permanentem oder zuschaltbarem Allradantrieb.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der VW Amarok (2010)

(RPO/ampnet/kpl)