Tesla legt bei Model 3 Produktionspause ein - Elektroauto-Hersteller hat Probleme

Elektroauto-Hersteller: Tesla legt bei Model 3 Produktionspause ein

Die Probleme mit Teslas neuem Model 3 reißen nicht ab: Jetzt musste der Elektroauto-Hersteller vorübergehend die Produktion seines wichtigen Fahrzeugs stoppen.

Ein Tesla-Sprecher sagte am Montag, dass die Pause genutzt werde, um "die Automation zu verbessern und Flaschenhälse systematisch anzugehen". Solch eine Maßnahme sei nicht ungewöhnlich.

Tesla hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Produktionspausen während der Hochlaufphasen realisiert. Das Online-Nachrichtenportal BuzzFeed hatte dagegen zuvor berichtet, dass der Autobauer die Produktion im Werk Fremont ohne vorherige Warnung eingestellt habe. Die Angestellten sollten entweder Urlaub nehmen oder vier bis fünf Tage unbezahlt zuhause bleiben.

Für Tesla kommt der Produktionsstopp äußerst ungelegen, das Unternehmen setzt große Hoffnungen auf das Model 3, hat seinen Zeitplan bislang aber massiv verfehlt. Firmenchef Musk wollte die Produktion eigentlich bereits zum Ende 2017 auf 5000 Wagen pro Woche gebracht haben. Dieses Ziel wurde jüngst auf Ende Juni verschoben. Ende März fertigte Tesla gut 2000 Model 3 wöchentlich.

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Musk hatte zuletzt eingeräumt, dass die Produktionsprobleme von einer übertriebenen Automatisierung verschärft wurden. Dem US-Sender CBS bestätigte Musk, dass Roboter die Fertigung in einigen Fällen verlangsamt hätten.

Später fügte er bei Twitter hinzu: "Ja, die übertriebene Automatisierung bei Tesla war ein Fehler. Um genau zu sein, mein Fehler. Menschen sind unterbewertet." Wie diese Aussagen jetzt zu dem Fertigungsstopp passen, blieb zunächst unklar.

Tesla hatte zuletzt mit einer Serie von Negativ-Nachrichten von sich reden gemacht, darunter war auch eine große Rückrufaktion beim Flaggschiff Model S. Außerdem verfehlte das Unternehmen aus dem Silicon Valley die Produktionsziele für seinen wichtigen Elektrowagen Model 3 deutlich.

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(csr)