Indisches Billigauto: Tata prüft Kurzschluss-Pannen bei Nano

Indisches Billigauto: Tata prüft Kurzschluss-Pannen bei Nano

Neu Delhi (RPO). Drei Monate nach Verkaufsstart des billigsten Autos der Welt erwägt der indische Autobauer Tata Motors nach Beschwerden von Kunden eine Überprüfung der Elektronik des Nano. Indische Zeitungen hatten von Bränden in Folge von Problemen mit der Elektronik in drei Fällen berichtet. Menschen kamen dabei offenbar nicht zu Schaden.

Eine Rückrufaktion für die mindestens 7500 ausgelieferten Modelle des Kleinwagens werde es zwar nicht geben, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit. Als Vorsichtsmaßnahme würden allerdings Überprüfungen aller Fahrzeuge erwogen.

Tata Motors teilte mit, mittlerweise seien zwei der berichteten Fälle überprüft worden. Dabei sei keine Brandentwicklung festgestellt worden, sondern lediglich eine "geringe Rauchentwicklung". Zudem seien durch einen "kleinen Kurzschluss" in der Elektronik zur Bedienung von Scheibenwischern und Beleuchtung feuerfeste Plastikteile angeschmort. Die Zeitung "Economic Times" hatte einen Nano-Besitzer zitiert, dem ein Parkwächter berichtet haben soll: "Das Auto stand in Flammen". Demnach entstand im fraglichen Fall eine dicke Rauchwolke im Wageninneren.

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Anfang Oktober hatte Tata verkündet, aufgrund der vielen Bestellungen die Produktion des umgerechnet knapp 1500 Euro teuren Nano um 20 Prozent auf 3000 Stück pro Monat hochzufahren. Nach dem Start in Indien will Tata auch eine Version des Fünfsitzers für den deutschen und europäischen Markt entwickeln. Hierzulande könnte der indische Volkswagen rund 5000 Euro kosten.

(AFP/felt)
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