Stau-Hochburgen: Köln und Ruhrgebiet laut Studie in den Top 10

Studie von Inrix : Stau-Hochburgen - Köln und Ruhrgebiet in den Top 10

Das Ruhrgebiet und Köln sind die Stau-Hochburgen in NRW. Laut einer Studie hat die Wartezeit für Autofahrer im vergangenen Jahr im Ruhrgebiet noch deutlich zugenommen. Verbessert hingegen hat sich die Situation in Düsseldorf.

Im Ruhrgebiet und in Köln stehen Autofahrer so lange im Stau wie in kaum einer anderen Stadt oder einem anderen Ballungsraum Deutschlands. Durchschnittlich steckten Fahrer 2017 im Ruhrgebiet während der Stoßzeiten 40 Stunden fest - fünf Stunden mehr als im Vorjahr und damit Platz fünf in der bundesweiten Stau-Top-Ten.

Das geht aus der er am Dienstag veröffentlichten Studie des Verkehrsdatenanbieters Inrix hervor. Auch in Köln verbrachten Autofahrer 40 Stunden im Stau, hier aber immerhin mit einem Trend zum Besseren nach noch 45 Wartestunden 2016.

Düsseldorf landetet auf Platz elf, die im Stau verbrachte Zeit lag dort bei 33 Stunden. Das ist nach Platz zehn und 34 Stunden im Vorjahr immerhin eine leichte Verbesserung.

München ist der Auswertung zufolge zum zweiten Mal hintereinander Deutschlands Stau-Hauptstadt - mit 51 Stunden. Es folgen Hamburg, Berlin und Stuttgart mit jeweils 44 Stunden.

Unter den laut Inrix zehn verkehrsreichsten deutschen Straßen rangiert auf Platz acht Wuppertal - mit der A46 zwischen Haan-West und Wuppertal-Cronenberg.

Verglichen mit den staureichsten Städten der Welt verbringen deutsche Autofahrer einen relativ hohen Anteil der Zeit im Stau. Fahrer in Los Angeles stehen lediglich zwölf Prozent ihrer gesamten Fahrzeit im Stau, in München sind es 16 Prozent, in Hamburg und Berlin 14 und in Stuttgart 13 Prozent.

Doch im Vergleich rund um den Globus ist das noch wenig, zum Beispiel stehen Fahrer in der russischen Stahlmetropole Magnitogorsk 44 Prozent ihrer Fahrzeit im Stau.

Deutschland belegt im weltweiten Vergleich der verkehrsreichsten Länder Platz elf und landet europaweit auf Platz vier. Autofahrer verbringen hier zu Stoßzeiten pro Jahr durchschnittlich 30 Stunden im Stau. Die durch Staus entstandenen Gesamtkosten liegen bei 80 Milliarden Euro, pro Fahrer ergibt das einen Durchschnitt von 1770 Euro pro Jahr.

Eine ADAC-Studie vom Januar hatte Nordrhein-Westfalen auch 2017 erneut als Stauland Nummer eins vor Bayern und Baden-Würtemberg ausgemacht. In NRW gab es demnach die meisten Staumeldungen und über das Jahr hinweg eine addierte Staulänge von knapp 455.000 Kilometern.

Hier geht es zur Infostrecke: Top 10 der verkehrsreichsten Städte Deutschlands 2017

(csr)
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