Für Geringverdiener: Staat will Kauf von Öko-Autos fördern

Für Geringverdiener : Staat will Kauf von Öko-Autos fördern

Berlin (RPO). Bezieher niedriger Einkommen sollen mit verbilligten Krediten vom Staat verbrauchsarme Öko-Autos finanzieren können. Verkehrsminister Tiefensee plant ein entsprechendes Förderprogramm in Zusammenarbeit mit der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

"Wer nicht das dicke Geld verdient, der hat es am nötigsten, ein sparsames Auto zu fahren", begründet Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee das Vorhaben. Die Pläne sehen vor, dass Geringverdiener künftig für den Kauf eines verbrauchsarmen Fahrzeugs über ein KfW-Förderprogramm in Höhe von jährlich 140 Millionen Euro unterstützt werden. Das berichtet die "Auto-Bild".

Es geht um Neuwagen der künftigen Energieeffizienzklasse A. Unter diese Klasse fallen alle Fahrzeuge, deren CO2-Ausstoß mindestens fünf Prozent (von 2012 an 25 Prozent) unter dem fahrzeugspezifischen Referenzwert - das ist der Kohlendioxid-Austoß multipliziert mit dem Leergewicht - liegt. Solche Neuwagen sollen nicht mehr als 25.000 Euro kosten.

CSU-Verkehrsexperte Andreas Scheurer sieht gleich drei Vorteile im geplanten KfW-Programm: "Mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Umweltschutz und nicht zuletzt sichere Arbeitsplätze in der Automobilindustrie."

Widerstand in der Opposition

In der Opposition regt sich dagegen Widerstand: "Es ist nicht die Aufgabe des Bundes, Geringverdiener mit verbilligten Krediten in die Verschuldung zu treiben", erklärte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Stattdessen sollten verbrauchsarme Neuwagen von der Kfz-Steuer befreit werden.

Zwar bietet heute schon eine Vielzahl von Händlern den Kauf eines Neuwagens auf Kredit mit null Zinsen an. Doch Finanzierungen über eine Bank, mit der ein Darlehensvertrag abgeschlossen wird, sind unter dem Strich oft deutlich günstiger als die Händlerangebote. Wer gegenüber einem Händler als Barzahler auftritt, kann oft Rabatte von mehr als zehn Prozent auf den Fahrzeugpreis erzielen.

(ap)