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Verkehrs-Ausblick 2013: NRW bleibt Stau-Bundesland Nummer eins

Verkehrs-Ausblick 2013 : NRW bleibt Stau-Bundesland Nummer eins

Neues Jahr, neue Staus. In den vergangenen zwölf Monaten summierte sich die Staulänge laut ADAC auf rund 600.000 Kilometer Länge. Für 2013 ist keine Besserung in Sicht. Vor allem Nordrhein-Westfalen wird Stau-Bundesland Nummer eins bleiben.

"Wir rechnen in diesem Jahr mit ähnlichen Zahlen wie im vergangenem Jahr", sagt Andreas Hölzel. Eine Abnahme der Staukilometer im Vergleich zum Vorjahr werde es nicht geben, so der ADAC-Verkehrsexperte. Vor allem in NRW müssen die Autofahrer weiterhin viel Geduld haben. "Allein die A1 und die A3 machen einen erheblichen Anteil aller gemeldeten Staus aus", sagt Hölzel.

Ein Viertel aller Staukilometer in NRW

8800 Staustunden wurden in NRW nur auf der A1 gezählt, die A3 folgt mit 8600 Staustunden vor der A40 mit 5900 Staustunden. "Bundesweit macht NRW etwa ein Viertel aller Staukilometer aus", erklärt Hölzel. Bayern und Baden-Württemberg folgen auf den weiteren Plätzen. In den neuen Bundesländern falle die Staubilanz hingegen vergleichsweise gering aus.

"Es besteht ein dringender Nachholbedarf bei der Engpassbeseitigung", sagt Hölzel. Dabei gehe es nicht um den Bau neuer Autobahnen, sondern um die Erweiterung von Streckenabschnitten, auf denen es sich immer wieder stauen würde.

Gleichzeitig verweist der Experte auf den Bundesverkehrswegeplan, der einen Investitionsrahmenplan der Bundesregierung zur Verkehrspolitik darstellt. Dieser sieht im Zeitraum von 2001 bis 2015 einen Ausbau des Verkehrsnetzes von 2200 Kilometern Länge vor. "Realisiert sind davon aber bislang lediglich 37 Prozent", sagt Hölzel. Demnach sei das Vorhaben bis 2015 nicht zu schaffen.

Bekannte Problemzonen

Bernd Löchter geht ebenfalls von bereits bekannten Problemzonen aus: "Der Kölner Ring als solches und die A40 bei Bochum werden sicher auch in diesem Jahr Problemzonen bleiben", sagt der Sprecher des Landesbetriebes Straßen.NRW.

Mit dem Bauabschnitt der A1 bei Köln-Lövenich werde man zwar im ersten Halbjahr fertig, damit sei aber nur ein Teilproblem gelöst. "So lange der Ausbau um den Kölner Ring und an der A40 nicht vollständig abgeschlossen ist, wird es dort immer wieder zu Staus kommen", sagt Löchter.

Neu hinzukommende Großbaustellen in NRW seien Löchter indes nicht bekannt. Ausschließen könne er dies aber auch nicht.

Hier geht es zur Infostrecke: Darum brauchen wir Baustellen

(sgo)