Kfz-Haftpflichtversicherung und Kasko - wo es in NRW 2017 teurer wird

Neue Regionalklassen 2017: Kfz-Haftpflicht und Kasko - wo es in NRW teurer wird

Die Auto-Versicherer in Deutschland passen regelmäßig ihre sogenannte Regionalstatistik an. Daraus geht hervor, wie teuer Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung in den einzelnen Städten werden können. 2017 gibt es für einige NRW-Städte und -Kreise Veränderungen.

In der neuen Regionalstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergeben sich besonders günstige Einstufungen für Fahrzeugbesitzer in den Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Regionalklassen gibt es für die Kfz-Haftpflicht- sowie für die Voll- und Teilkasko-Versicherung. Sie spiegeln die Schadenbilanz der einzelnen Regionen wider. Die Regionalklassen für die insgesamt 415 deutschen Zulassungsbezirke werden einmal im Jahr aktualisiert.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird die Regionalklasse vom Fahrverhalten der Autofahrer des Zulassungsbezirks beeinflusst, in der Kaskoversicherung werden außerdem die Diebstahlhäufigkeit, die Sturm- und Hagelschäden und die Anzahl der Wildunfälle angerechnet.

Die Regionalstatistik ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden — in der Regel ist dies der 1. Januar 2017.

Rund jeder Sechste darf sich freuen: Nach GDV-Angaben werden von den insgesamt 39,6 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherten rund 16 Prozent (6,3 Millionen) bei den Regionalklassen herabgestuft, so dass sie von günstigeren Tarifen profitieren.

Rund 12 Prozent (4,8 Millionen) müssen dagegen wohl künftig mehr bezahlen. Für fast drei Viertel der Autofahrer (fast 72 Prozent) ändert sich laut GDV bei den Einstufungen nichts.

Die Kfz-Regionalklassen 2017 basieren auf den Schadenbilanzen aus insgesamt 415 Kfz-Zulassungsbezirken. Dabei ist nicht entscheidend, wo ein Unfall passiert oder ein Schaden entstanden ist - Grundlage ist vielmehr der Wohnsitz des Fahrzeughalters.

Die Grafik erklärt, welche Faktoren Einfluss auf die Höhe der Regionalklasse haben. Foto: GDV.de
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Die dabei erfassten Schäden bilden die Grundlage für einen Indexwert - bei der Haftpflicht gibt es 12, bei der Vollkasko 9 und bei der Teilkasko 16 verschiedene Klassen. Die Regionalstatistik zeigt: In den Großstädten und in Teilen Bayerns sind die Klasseneinstufungen aufgrund der dortigen höheren Schadenbilanz oft weitaus schlechter.

Gleich um zwei Regionalstufen höher bei der Haftpflicht geht es für Autofahrer in den Kreisen Cloppenburg und Wolfsburg in Niedersachsen, Gütersloh in Ostwestfalen sowie in den Städten Ansbach und Bamberg in Bayern.

Um zwei Stufen niedriger dagegen sind nun unter anderem Dillingen/Donau in Bayern, Hildburghausen und die Stadt Weimar in Thüringen gelistet. Den bundesweit besten Schadenbilanzwert weist Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern auf, den schlechtesten Offenbach in Hessen.

Wie in den Vorjahren ist Schwerin die Landeshauptstadt Deutschlands mit der niedrigsten Regionalklasse (Haftpflichtklasse 1). Erfurt (3), Kiel (5) und Bremen (5) folgen dahinter. Hannover (Haftpflichtklasse 8) und Düsseldorf (11) kommen eine Stufe höher. Am schlechtesten schneiden Großstädte wie Hamburg, Berlin und München (je 12) ab.

Neue Regionalklassen gelten im Jahr 2017 auch für die Voll- und Teilkaskoversicherung. Von den insgesamt 33 Millionen Versicherten werden knapp 2 Millionen in niedrigere Klassen kommen, 2,4 Millionen in höhere.

Der Kreis Wesermarsch (Niedersachsen) weist wie im Vorjahr bei der Vollkasko die beste Schadenbilanz auf, der Bezirk Bamberg in Bayern bei der Teilkaskoversicherung. Unverändert das Schlusslicht bei beiden Versicherungen ist der bayrische Landkreis Ostallgäu.

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(dpa)