Bundesumweltamt gibt Bundespräsidenten recht: Höhere Spritpreise reduzieren Schadstoffe

Bundesumweltamt gibt Bundespräsidenten recht: Höhere Spritpreise reduzieren Schadstoffe

Berlin (RPO). Höhere Spritpreise reduzieren laut einer Studie den Schadstoff-Ausstoß und nutzen der Umwelt. Die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt demnach, dass höhere Spritpreise durchaus eine Lenkungsfunktion besitzen.

"Seit der Erhöhung der Energiesteuer kehrte sich der Trend zu kontinuierlich steigendem Kraftstoffverbrauch in Deutschland um. Der Kraftstoffverbrauch im Straßenverkehr sank zwischen 1999 und 2005 um 0,7 Millionen Tonnen", heißt es in der von stern.de veröffentlichten Studie.

Das Umweltbundesamt schlägt sogar eine noch weitergehende Verteuerung vor: Würde die Mineralölsteuer auf Benzin von derzeit 65 Cent pro Liter bis zum Jahre 2020 auf rund 95 Cent steigen, könnten dadurch die im Straßenverkehr erzeugten CO2-Emissionen um 6,3 Prozent gesenkt werden.

Würden die Steuern um weitere 30 Cent bis 2030 erhöht, betrage die Minderung etwa 12,5 Prozent. Das entspräche 17,9 Millionen Tonnen CO2. Als Vergleichsmaßstab rechneten die Forscher laut der Studie mit einem Szenario, bei dem die Spritsteuern nicht erhöht würden. Als Ausgangsniveau der Kraftstoffpreise gingen die Autoren der Studie von rund 1,20 Euro pro Liter Kraftstoff aus.

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Ein solches Anziehen der Preisschraube erfordert laut Studie allerdings, dass in den meisten Nachbarländern Deutschlands Energiesteuererhöhungen in ähnlichem Umfang in den meisten Nachbarländern Deutschlands stattfänden, um Tanktourismus zu vermeiden.

Politiker von CDU, CSU, FDP und SPD hatten den Vorschlag von Bundespräsident Horst Köhler für eine Preiserhöhung durch eine höhere Mineralöl- oder Ökosteuer abgelehnt, darunter auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).

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(AFP/csr)