Fünf Tipps für Carsharing-Nutzer

Fotos machen und Tarife checken : Fünf Tipps für Carsharing-Nutzer

Carsharing ist eine praktische Sache, die sich für Gelegenheitsfahrer rechnet:Man schnappt sich ein Auto nur dann, wenn man es braucht, und hat nicht die Kosten für eigenen Wagen am Hals, der ohnehin fast nur herumsteht. Naiv sollten Nutzer die Sache aber nicht angehen.

Autos miteinander teilen, statt sie zu besitzen - diese Idee ist inzwischen mehr als ein Vierteljahrhundert alt. Und sie findet laut dem Bundesverband Carsharing immer größeren Anklang: Demnach nutzen in Deutschland mittlerweile mehr als 750.000 Menschen Carsharing-Angebote. Damit Neueinsteiger und alte Hasen mit den stationären oder in Großstädten auch frei auf den Straßen verfügbaren Mietautos gut fahren, helfen fünf Tipps:

- Gut für Gelegenheitsfahrer: Carsharing kann eine sinnvolle Alternative zum eigenen Wagen sein, wenn Autofahrer weniger als 10000 Kilometer im Jahr abspulen, nennt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) einen Richtwert. Das gelte vor allem für Fahrer, die nicht jeden Tag auf ein Auto angewiesen sind, es aber regelmäßig brauchen - etwa für Familieneinkäufe oder Fahrten zum Sportverein.

Für Großstädter empfiehlt sich freies Carsharing, bei dem die Mietwagen keine festen Stellplätze haben, für Bewohner der Speckgürtel ein stationsbasiertes Angebot und auf dem Lande privates Carsharing, sofern Nachbarn dies anbieten.

- Auf Selbstbeteiligung achten: Carsharing-Nutzer sollten sich genau über die Versicherungsbedingungen der Anbieter informieren. Denn mitunter müssen sie bei Unfällen und Schäden hohe Kosten selbst tragen, warnt die Verbraucherzentrale Berlin. Es gebe Angebote mit 1500 Euro Selbstbeteiligung. Wer nicht über die nötigen Mittel verfügt, das selbst zu schultern, sollte über eine Zusatzversicherung nachdenken. Meist bieten die Carsharing-Firmen solche Versicherungen auch selbst an.

- Fotos machen: Vor und nach der Fahrt fotografieren Verbraucher am besten das Mietauto, um den Fahrzeugzustand im Bild festzuhalten. Dazu rät Rechtsanwältin Ulrike Dronkovic von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Viele kleine Schäden fielen oft erst auf den zweiten Blick auf. Der Kunde dokumentiere mit dieser Maßnahme nicht nur bereits früher entstandene Kratzer und Beulen, sondern auch seine eigene Schadensfreiheit. Das ist nützlich, wenn es zu Streitigkeiten mit dem Anbieter kommt.

- Regelkonform parken: Parkverstöße mit einem Carsharing-Auto können deutlich teurer werden als mit dem Privat-Pkw. Denn die Anbieter reichen nicht nur die Kosten für etwaiges Abschleppen und Knöllchen an die Kunden weiter, sondern schlagen nach Auskunft Bundesverbands Carsharing noch Bearbeitungsgebühren auf.

Diese variieren je nach Anbieter. Bei den Pauschalen für die Weitergabe der Personalien an die Ordnungsbehörden, für die Bearbeitung von Abschleppvorgängen und gegebenenfalls das Umparken eines Mietautos durch den Flottenbetreiber können mehr als hundert Euro zusammenkommen.

- Preise vergleichen: Das Online-Portal carsharing-vergleich.de will Automietern deshalb helfen, unter den aktuell mehr als 300 Angeboten von rund 140 Dienstleistern das passende zu finden. Denn je nach Bedürfnissen und Vorlieben eines Carsharers sind dem Seitenbetreiber zufolge nicht alle Angebote und Tarife für jeden relevant.

Per Postleitzahl geben Nutzer auf der Webseite an, wo sie ein Auto ausleihen wollen. Anschließend werden Bedürfnisse abgeklopft, etwa wie groß der Wagen sein soll und ob er für eine kurze Fahrt oder einen Wochenendtrip benötigt wird. Das Portal listet dann Angebote auf und leitet den Nutzer auf Wunsch zur Webseite des Autovermieters seiner Wahl weiter.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Carsharing-Angebote im Überblick

(dpa)
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