Die Stars der Kölner Messe: Elektrisch Fahrrad fahren

Die Stars der Kölner Messe : Elektrisch Fahrrad fahren

Köln (RP). Unbestrittener Star auf der Donnerstag eröffneten Internationalen Fahrradmesse "Ifma" in Köln ist das Elektro-Bike. Das im Fachjargon "Pedelec" (für Pedal und electric) genannte Rad wird von den Herstellern als Revolution bezeichnet.

"Diesen Rädern gehört die Zukunft", meint Tobias Spindler vom Darmstädter Fertigungsbetrieb "riese und müller". Immer schneller nach oben kletternde Benzinpreise und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein, gekoppelt mit dem Wunsch nach Mobilität, seien die Eckpfeiler dieses Höhenfluges. Schon in diesem Jahr verzeichne man Zuwachsraten von drei Prozent. "Und das wird noch anziehen."

Der Clou dieser kleinen Flitzer ist, dass man nicht mehr bis an den Rand der körperlichen Erschöpfung strampeln muss. Bei den elektrogestützten Rädern wie dem "Jetstream hybrid" schaltet sich ein Motor zu. Der 250-Watt-Antrieb sitzt in der Hinterradnabe. Ganz billig ist diese bequeme Form des Radfahrens nicht. Das Jetstream soll 3499 Euro kosten.

Ebenfalls auf einem guten Weg sehen sich Hersteller wie "HP Velotechnik". Sie versprechen bei ihren Dreirad-Liegerädern Komfort pur. Die ergonomisch geformten Sitzschalen, entwickelt von Orthopäden und Urologen, verheißen Fahren ohne Gesundheitsprobleme. Diese Form des Radfahrens ist allerdings nur für Leute geeignet, denen es nichts ausmacht, dass im Straßenverkehr alle auf sie herabsehen. Falträder und E-Bikes gibt es auch als Dreirad-Version. Auf der "Ifma" zeigt die Firma erstmals das voll gefederte, faltbare Tourendreirad "Scorpion fs". Das soll sich in 60 Sekunden zusammen falten lassen und nur 17,9 Kilogramm wiegen. Preis: 3290 Euro.

Leichtgewichte

Das Thema Sicherheit wird groß geschrieben. Die Firma "Busch + Müller" behauptet: "Die Nacht hat ein Ende" und setzt auf einen Spezial-Reflektor mit optimiertem Kühlsystem, das eine Hochleistungs- LED als direkte Lichtquelle nutzt. Im Bereich Zubehör scheint sich der Slogan "nützlich und schön" durchzusetzen. So gibt es Taschensysteme, die dem Styling des Rades angepasst sind.

Die Ifma dauert bis Sonntag, 21. September, 9 bis 18 Uhr. Publikumstage sind Samstag und Sonntag. Eintrittspreise acht bis elf Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der letzte Schrei: Hybrid-Fahrräder

(RPMANTEL)
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