Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe 2018: Diese Politiker fahren die größten CO2-Schleudern

Dienstwagen-Check der Umwelthilfe : Diese Politiker fahren die größten CO2-Schleudern

Bundesminister, Ministerpräsidenten, Landesregierungen - in ihrem zwölften Dienstwagencheck bewertet die Deutsche Umwelthilfe die Pkw von Politikern. NRW-Ministerpräsident Laschet kommt nicht gut weg.

Für die Deutsche Umwelthilfe ist es ganz klar: Die Dienstwagen der deutschen Politiker und ihrer Häuser schneiden alles andere als gut ab. Zu viele Diesel - auch nach dem Skandal. Zu viele spritdurstige Hybride. Und nicht ein Wagen halte den EU-Grenzwert beim CO2-Ausstoß ein, wenn es um die realen Verbrauchswerte gehe - egal ob auf Bundes- oder Landesebene oder auch im Vergleich der Umweltminister.

Auf Bundesebene ist der Auswertung zufolge Justizministerin Katarina Barley mit dem verbrauchs- und CO2-stärksten Dienstwagen unterwegs. Am besten schneidet bei diesem Vergleich Bildungsministerin Anja Karliczek ab. Wie die anderen Bundesminister bei dem Dienstwagen-Check abschneiden, lesen Sie hier.

Die Deutsche Umwelthilfe hat es aber nicht dabei belassen, allein die Wagen der Bundesminister unter die Lupe zu nehmen, sondern nahm sich auch die Wagen der Regierungschefs der Länder und der Landesregierungen vor. Gerade die NRW-Landesregierung schnitt dabei vergleichsweise schlecht ab, wie unsere Redaktion bereits vorab berichtete.

Immerhin: Im Vergleich der Ministerpräsidenten landet Armin Laschet zwar weit hinten, aber nicht auf dem letzten Rang. Schlusslicht ist hierbei Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) schnitt unter den Länderchefs am besten ab: Sein Benzin-Hybrid, der teils elektrisch fährt, bläst 171 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer aus dem Auspuff. Hier lesen Sie, wie die Ministerpräsidenten im Einzelnen abschneiden.

Insgesamt stellt die Umwelthilfe fest, dass 146 von 235 deutschen Politikern dem Diesel treu bleiben. Allerdings sind das schon weniger als im vergangenen Jahr (73 Prozent). Der Trend geht demnach zum Plug-In-Hybriden.

Das Ranking der Deutschen Umwelthilfe stößt allerdings immer wieder auf Kritik. Zwar müssen die besonders schutzwürdigen (also gepanzerten) Limousinen aus der Statistik herausgerechnet werden, aber die Umwelthilfe wertet auch nur die Dienstwagen mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Selbst wenn ein Minister ein Elektroauto im Fuhrpark hat - hat er nur eine „Dreckschleuder“, sieht die Bilanz schlecht aus.

Zum anderen ist auch die „reale“ Definition bezüglich des CO2-Ausstoß nicht unumstritten. Denn sie ist nicht identisch mit der der Autohersteller, deren Werte deutlich niedriger liegen. Bei ihrer eigenen Erhebung berechnet die Umwelthilfe die durchschnittliche Abweichung der Herstellerdaten von Messwerten im tatsächlichen Fahrbetrieb. Sie stützt sich dabei auf Methoden des Umweltforschungsverbunds ICCT. Allerdings dürften die Manipulationen mancher Hersteller bei Diesel-Fahrzeugen der Umwelthilfe diesbezüglich Rückenwind geben.

mit Material der Nachrichtenagentur dpa

Hier geht es zur Bilderstrecke: So bewertet die Umwelthilfe die Dienstwagen der Bundesminister