Erster Test Das ist der neue Mercedes CLA

Hochgurgl · Mercedes testet den neuen CLA - das Coupé auf Basis der A-Klasse präsentiert sich dynamisch und atemberaubend sportlich. Der Einstiegspreis soll unter 30.000 Euro liegen.

Das ist die Mercedes-Studie des CLA
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Die Premiere des viertürigen CLA-Coupés wird wohl in der zweiten März-Woche 2013 auf dem Genfer Automobil-Salon erfolgen. Da Daimler aber plant, mit dem CLA auch die USA mit einem Kompaktwagen zu erobern, wird bereits am 13. Januar 2013, am Vorabend der Motorshow von Detroit, auserwählten Kunden, Händlern und Journalisten die rund 4,60 Meter lange Serienversion vorgestellt.

Wir konnten bereits jetzt erstmals auf der Beifahrerseite der ersten Prototypen des viertürigen CLA platznehmen, die auf der Plattform der A-Klasse basiert. Äußerlich erkennt man, trotz der Zebra-ähnlichen Tarnung, die Design-Verwandtschaft zum deutlich größeren CLS. Beeindruckend präsentieren sich die Fahrleistungen des CLA, der mit einem 155 kW/211 PS starken Turbo-Benziner bestückt ist. Der Einstiegspreis zum Marktstart im Frühjahr 2013 soll unter 30.000 Euro liegen.

Intern denkt man aber bei Mercedes scheinbar bereits über eine 200 kW/272 PS-Version nach, auch um die ausgeprägte Dynamik des coolen Coupés zu unterstreichen. In jedem Fall wird eine AMG-Version das Spitzenmodell darstellen. Der CLA 45 AMG wird mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbo und 260 kW/354 PS sehr sportiv. Der Sprint von null auf 100 Stundenkilometer soll in unter fünf Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit wohl aber bei 250 Stundenkilometer elektronisch abgeregelt sein.

Sieben Vorwärtsgänge

Die Allrad-Modelle sind serienmäßig mit dem automatisierten Doppelkupplungsgetriebe 7G-DCT ausgerüstet, das in der B-Klasse seine Premiere feierte. Es manövriert durch die sieben Vorwärtsgänge - mit einer integrierten, elektrohydraulisch gesteuerten Lamellenkupplung. Damit können die Antriebsmomente vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt werden.

Man startet zu 100 Prozent frontgetrieben, aber sobald die Vorderräder nicht mehr die optimale Haftung bieten, werden die Hinterräder stufenlos hinzugeschaltet. Der Vorteil ist hier der Leichtbau des Systems, der nur rund 70 Kilogramm Mehrgewicht im Vergleich zur reinen Fronttriebler mit sich bringt. Bei den Mitbewerbern wiegt der Allradantrieb schwerer.

Bretthartes Fahrwerk

Bei einer Testfahrt zeigt Mercedes, was der Neuling kann. Auf einem umzäunten Testfahrgelände dreht er schnelle Runden über verschiedene Asphalt- und Betonuntergründe, mal nass, mit und ohne Schnee, mal trocken, mal halbtrocken. Überraschenderweise geht's sofort sehr sportlich zur Sache, das Fahrwerk ist bretthart abgestimmt, die Testfahrer der AMG-Driving-Academy sind voll motiviert zu zeigen, was die Daimler-Entwickler für ein High-Performance-Fahrzeug auf die vier angetriebene Räder gestellt haben.

Bei dieser Rasanz, bei dieser Dynamik sind die 354 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment, die hier beim CLA 45 AMG unter der getarnten Haube werkeln, im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Im Gegensatz zum Standard-CLA lässt beim bei der AMG-Version das ESP auch vollständig abschalten. Im Rallye-mäßigen Drift zieht der schnittige Viertürer beeindruckend seine Kreise.

(anch)
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