Ratgeber Mobilität Pedelecs mit dem Auto transportieren - so geht es

Fahrradfahren macht Spaß. Motorisierte Modelle - Pedelecs - sind besonders angesagt. Wie lässt sich so ein E-Bike mit dem Auto in den Urlaub nehmen? Hier ein paar Tipps.

 Pedelecs und schwere Fahrräder sind generell am komfortabelsten auf einem Träger für die Anhängerkupplung festgemacht.

Pedelecs und schwere Fahrräder sind generell am komfortabelsten auf einem Träger für die Anhängerkupplung festgemacht.

Foto: dpa-tmn/Hauke-Christian Dittrich

Klar, wer ausreichend Platz im Auto hat und es wie Gepäck sichert, kann ein Pedelec auch im Kofferraum mitnehmen. Doch davon zwei oder mehrere? Und wo sollen Mitfahrer, Koffer, Luftmatratzen und begleitende Plüschbären Platz finden?

Oft fahren daher Fahrräder außen am Auto mit. Ein klassischer Dachträger für Fahrräder kann sich hier theoretisch auch für ein normales Pedelec eignen. Doch in der Praxis ist das eigentlich nur etwas für leichte Räder. Der Auto Club Europa (ACE) hält die Methode daher im Fall von elektrischen Fahrrädern für ungeeignet.

Aufs Dach damit - das kann schwer werden

Denn zum einen brauchen Autofahrerinnen und Autofahrer deutlich mehr Kraft, die im Schnitt circa 25 Kilo schweren Räder auf das Dach zu heben. Und zum anderen seien die gängigen Dachträger meistens nicht für das Gewicht von zwei Pedelecs ausgelegt.

Zudem muss stets auch die maximal zulässige Dachlast des Autos beachtet werden. Wirtschaftlicher Nachteil: Mit den Rädern oben im Fahrtwind erhöht sich der Luftwiderstand und damit der Verbrauch.

Auch die ungewohnte neue Gesamthöhe des Fahrzeugs kann für Schwierigkeiten sorgen - etwa bei geplanten Einfahrten in Garagen.

Komfortabelste Lösung für den Transport

Im Heckgepäckträger für die Anhängerkupplung sieht der ACE die komfortabelste Lösung für den Transport von Rädern. Wer keine Anhängerkupplung hat, kann unter Umständen auch auf eine Halterung für eine Heckklappe ausweichen.

Doch Vorsicht: Bei Pedelecs kommen diese Modelle wegen der geringen Nutzlast oft schnell an ihre Grenzen - das sei vor allem eine Methode für leichte und kleine Räder oder einzelne Pedelecs.

Beim Kauf des Fahrradträgers muss unter anderem unbedingt darauf geachtet werden, dass er für das Gewicht der zu transportierenden Räder ausgelegt ist, die Befestigungen passen und auch etwaige breitere Reifen der Räder reinpassen. Bequem sind abklappbare Modelle, denn sie ermöglichen den einfachen Zugang zum Kofferraum.

Zulässige Lasten beachten und noch mal checken

Zudem darf weder die zulässige Stützlast des Autos noch der Kupplung selbst überschritten werden - erstere lässt sich im Fahrzeugschein nachlesen und liegt meist zwischen 50 und 100 Kilogramm.

Wer den Träger neu gekauft hat, plant für dessen Montage genügend Zeit vor dem Losfahren ein und übt die korrekte Sicherung der Räder. Und am besten kontrolliert man nach den ersten 50 Kilometern der Fahrt alles noch mal auf korrekten und festen Sitz.

(csr/dpa)