Fahrbericht: Nissan Leaf (2018) - Vorgeschmack auf die Zukunft

Fahrbericht: Nissan Leaf - Vorgeschmack auf die Zukunft

Laut Nissan ist der Leaf mit 300.000 Einheiten das weltweit meistverkaufte Elektromobil. Mittlerweile ist die zweite Generation auf dem Markt. Wir haben den Stromer getestet.

  • Das fällt auf

In der zweiten Generation wirkt der Stromer schlanker, obwohl er jetzt einige Zentimeter länger und breiter ist. Das liegt an tiefer liegenden, jetzt horizontal angeordneten Frontscheinwerfern, dem blau schimmernden V-förmigen Kühlergrill, schärferen Linien und zweifarbiger Lackierung.

  • So fährt er sich

Dank stufenloser Automatik beschleunigt der Leaf mit ordentlichem Zug. In nur 7,9 Sekunden geht es von 0 auf 100. Lautlos gleitet man über den Asphalt. Gerade im Stadtverkehr fährt sich der Leaf überaus bequem. Prunkstück sind die teilautomatisierten "ProPILOT"-Fahrhilfen wie Lenk- und Spurhalteassistent, Abstandssensor, Start-Stop- und Einparkautomatik. Das vermittelt einen tollen Vorgeschmack auf autonomes Autofahren.

Mit eingeschaltetem "e-Pedal" wird das Bremspedal theoretisch fast überflüssig. Das richtige Timing vorausgesetzt, kommt man in kürzester Zeit zum Stehen, wenn man nur vom Gas geht. Nissan wirbt mit einer Reichweite von bis zu 415 Kilometern. Ist der Akku komplett geladen, verspricht die Anzeige 290. Fährt man längere Strecken mit eingeschalteten Assistenzsystemen, Radio oder Klimaanlage, schrumpft die Reichweite. Dann braucht es eine gute Versorgung mit Ladesäulen am Start- und Zielort.

Die Ladezeit an einer Schnellladesäule ist relativ kurz. In nur 60 Minuten ist der Akku bei etwa 80 Prozent, womit man wieder fast 200 Kilometer schafft. Im Eco-Modus spart der Leaf Strom, den er durch regeneratives Bremsen sogar zurückgewinnt. So ist es im Test gelungen, in der Stadt mehr als 300 Kilometer mit einer Ladung zu fahren.

  • Neues Modell präsentiert : Nissan Leaf - Zukunft hoch zwei
  • Das kostet er

Der Grundpreis liegt bei 31.950 Euro. Wer auf LED-Scheinwerfer, alle "ProPILOT"-Systeme, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Bose Premium Soundsystem, Alcantara-Ledersitze und Zweifarben-Lackierung nicht verzichten möchte, zahlt 42.100 Euro.

  • Für den ist er gemacht

Hin- und Wieder-Fahrer und Berufspendler in Großstädten haben mit dem Leaf Freude. Bei Vielfahrern könnte die gegenüber Benziner oder Diesel geringere Reichweite und die längere Tankzeit gegen einen Kauf sprechen.

Dieser Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken von Nissan zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Nissan Leaf - in der Normalität angekommen

(RP)