Fahrbericht: Kia Optima - schnittiger Öko-Koreaner

Fahrbericht : Kia Optima - schnittiger Öko-Koreaner

Der Kia Optima ist ein schickes, schnittiges Fahrzeug, das sich im Umfeld anderer Mittelklassewagen nicht verstecken muss.

Das fällt auf "Sieht gar nicht aus wie ein Kia", sagt ein Bekannter - und das ist durchaus als Kompliment gemeint. Der Innenraum ist groß und komfortabel, die Instrumente übersichtlich angeordnet.

Gimmicks wie beleuchtete Türgriffe außen, drahtlose Handyaufladung, die Harman/Kardon-Musikanlage und acht Kameras vermitteln einen Hauch von Luxus.

Schlecht: Glänzendes Metall am Lenkrad blendet bei ungünstigem Lichteinfall den Fahrer. Fahrspurassistent und "Toter-Winkel-Erkennungssystem" erziehen ihn: Wer beim Spurwechsel aufs Blinken verzichtet, wird mit lauten Warntönen abgestraft.

So fährt er sich Der Kia macht Spaß: Er startet lautlos im Elektromodus und schaltet schnell den Benzinantrieb dazu, wenn man Gas gibt. Im reinen E-Betrieb schafft er mehr als 50 Kilometer, im Mischbetrieb liegt er zwischen sechs und acht Litern Super - nicht schlecht für einen Zweitonner.

Der leise Motor, das geschmeidige Automatik-Getriebe und die vielen Assistenzsysteme machen ihn zu einem bequemen Langstreckenfahrzeug, mit dem man lässig über die Straße gleitet, bei Bedarf aber auch kräftig Gas geben kann.

Dabei wird ständig zwischen den beiden Antrieben gewechselt, was man eher am Display sieht, als spürt oder hört. Noch üben muss der intelligente Parkassistent, der diverse Parklücken übersieht. Da ist man schneller, wenn man selbst die Initiative ergreift.

Das kostet er Das Einstiegsmodell des Kia Optima Plug-in-Hybrid kostet ab 40.490 Euro. Für die Ausstattung "Spirit" sind mindestens 44.490 Euro fällig. Ledersitze kosten 2000 Euro extra, das Glasschiebedach 990 Euro.

Für den ist er gemacht Der Kia ist eine sparsame Familienkutsche, die mit rund 37.500 Euro in der günstigsten Version (inklusive 3000 Euro Elektroprämie) durchaus erschwinglich ist. Hausbesitzer, die den Wagen über Nacht an die Steckdose hängen können, sind im Vorteil. Familienurlaube oder große Einkäufe dürften ohne Dachgepäckträger schwierig werden: Der Kofferraum ist klein, die Montage einer Anhängerkupplung verboten.

Dieser Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken von Kia zur Verfügung gestellt.

(ilpl)
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