Tipps und Tricks für Fahrer So wintertauglich sind E-Autos

Düsseldorf · Die kalte Jahreszeit hat so richtig begonnen und damit die Probleme für Autofahrer. Es ist nicht nur glatt, dunkel und neblig – die Verbräuche schnellen auch noch in die Höhe. Vor allem Besitzer von E-Autos sollten jetzt einige Tipps beherzigen.

E-Autos laden bei Kälte langsamer.

E-Autos laden bei Kälte langsamer.

Foto: dpa-tmn/-

Autofahrer haben es im Winter nicht leicht. Sie müssen sich nicht nur mit glatten Straßen, Nebel und im schlimmsten Fall auch noch Schnee herumschlagen, sondern auch mit deutlich höheren Verbräuchen. Doch nicht nur bei Benziner und Diesel ist das ein Problem, sondern auch bei Elektroautos. Wie wintertauglich sie sind und was Fahrer in der kalten Jahreszeit beachten müssen, haben wir für Sie zusammengetragen.

Kann das Auto im Winter draußen stehen?

Ja, das geht, aber ideal ist es nicht: Die Kapazität der Batterie leidet und die Kälte wirkt sich negativ auf den Ladevorgang aus. Der verlängert sich nämlich, wenn der Akku nicht warm ist. Daher ist ein Elektroauto laut TÜV Nord am besten in einer Garage mit installierter Wallbox aufgehoben.

Friert der Akku bei E-Autos im Winter ein?

Nein, denn die Hersteller haben vorgesorgt. Die Akkus unterkühlen im Winter nicht, weil sie gut isoliert sind. Außerdem hilfreich: Ladesäulen geben geringere Mengen Strom ab, um den Akku zu schonen.

Vermindert Kälte die Reichweite von E-Autos?

Kälte kann die Reichweite von Elektroautos stark einschränken. Sobald es draußen kälter als null Grad ist, verbrauchen sie 10 bis 30 Prozent mehr Energie, wie der ADAC schreibt. Auf Kurzstrecken könnten es sogar mehr als 50 Prozent sein. Das liegt aber nicht nur daran, dass die Heizung so viel Energie beansprucht. Auch der mehrere hundert Kilo schwere Akku im Fahrzeugboden muss aufgewärmt werden – seine Idealtemperatur liegt nämlich bei 20 bis 40 Grad. Und je größer er ist und je niedriger die Außentemperatur, desto mehr Energie ist nötig. Die Hersteller können dem mit einer guten Heizstrategie entgegenwirken. Dafür installieren sie eine Software, die dafür sorgt, dass gerade genug Energie genutzt wird, um den Akku warm zu halten.

Wie kann man im Stau Strom sparen?

Wer Sorge hat, mit seinem Elektroauto im winterlichen Stau stecken zu bleiben, sollte die Tipps des TÜV Nord beherzigen. Es hilft, auf die Sitzheizung zu verzichten, die Heizung auf Umluftbetrieb und zusätzlich niedriger einzustellen, denn so braucht sie weniger Energie. Öffnen Sie Fenster und Türen nicht länger als nötig und schalten Sie die Front- und Heckscheiben-Heizung aus. Außerdem spart es Strom, vom Abblendlicht auf die Standbeleuchtung zu wechseln.

Wie überstehe ich den Winter mit E-Auto?

Nur mal kurz zur fünf Kilometer entfernten Arbeitsstelle fahren und den Wagen dort acht Stunden stehen lassen? Das ist laut ADAC nicht ratsam. Denn danach müssen Sie Innenraum und Akku wieder ganz neu aufheizen. Wer es eilig hat, sollte vorher die Batterie ausreichend aufgeladen haben: Die Ladezeiten verlängern sich nämlich. Und es ist besser, abends zu laden, wenn sie noch auf Betriebstemperatur ist. Dann ist die Ladeleistung am besten. Der ADAC empfiehlt außerdem, den Fahrmodus auf „Eco“ einzustellen. So spart man Energie und die Räder drehen nicht durch. Ein weiterer Tipp: Es gibt Wärmepumpen, die die Reichweite verlängern. Die sind zwar mit rund 1000 Euro nicht ganz günstig, aber für die kalten Tage können sie durchaus sinnvoll sein.

Welche Vorteile bieten E-Autos im Winter?

Es gibt laut ADAC auch entscheidende Argumente für ein E-Auto im Winter. Morgens muss man im Normalfall nicht kratzen, denn in den elektrischen Fahrzeugen ist serienmäßig eine Standheizung verbaut. Die kann man zum Beispiel per App steuern und damit vorheizen. Um nicht die Reichweite zu verringern, kann man den Strom dafür am besten aus einer Ladesäule beziehen. Aber auch ohne Vorheizen kommt sofort warme Luft aus dem Gebläse.

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