Audi-Premiere in Genf: Der A1 hat einen Elektro-Bruder

Audi-Premiere in Genf: Der A1 hat einen Elektro-Bruder

Genf (RPO). Der A1 feiert selbst erst gerade Premiere, doch Audi zeigt bereits die grüne Zukunft des neuen Kleinwagens. Parallel zum Serienmodell enthüllt die VW-Tochter auf dem Genfer Autosalon die Elektroauto-Studie A1 e-tron.

Die Studie Audi A1 e-tron präsentiert sich im Kleid ihres Bruders A1, der in Genf seine Premiere vor Publikum feiert. Doch der Namenszusatz "e-tron" verrät: Der kleine Flitzer ist ein Elektroauto und für das emissionslose Fahren in der Stadt konzipiert. Der A1 e-tron verfügt er über einen kräftigen Elektromotor. Zusätzlich ist ein Verbrennungsmotor an Bord, der die Batterie bei Bedarf nachlädt. Der Elektromotor des A1 e-tron hat eine Dauerleistung von 45 kW / 61 PS und bietet in der Spitze 75 kW / 102 PS.

Die Kräfte des Elektromotors fließen auf ein einstufiges Getriebe, das sie auf die Vorderräder weiterleitet. Zur Wahl der Fahrstufen "Vor", "Zurück" und "Neutral" dient ein eleganter, ausfahrbarer Wählhebel auf der Konsole des Mitteltunnels, wie er schon im ersten Audi e-tron eingebaut war – der Sportwagen-Studie, die Audi 2009 auf der IAA präsentierte.

Hinter den Ringen im Kühlergrill des Audi A1 e-tron liegt die Buchse für den Einheitsladestecker. Bei vollständig entladener Batterie dauert der Ladevorgang am 380 Volt-Netz etwa drei Stunden. Ein Display gleich neben dem Plug-in-Anschluss zeigt den aktuellen Ladezustand und die Restladezeit. Der Batterie-Pack hat die Form eines T. Der kurze "Längsbalken" füllt den hinteren Teil des Mitteltunnels und der "Querbalken" jenen Bereich vor der Hinterachse, der sonst dem Kraftstofftank gehört.

Wankelmotor als Generator

  • Das ist der Audi A1 e-tron

Mit der Lithiumionen-Batterie kann der Elektro-Audi im Stadtverkehr 50 Kilometer weit emissionsfrei fahren. Auf längeren Strecken wird die Batterie von einem besonders kompakten Verbrennungsmotor nachgeladen, der unter dem Gepäckraum angeordnet ist.

Anders als zum Beispiel Opel beim Ampera nutzt Audi dafür keinen konventionellen Vierzylinder, sondern erstmals einen Einscheiben-Wankelmotor. Der Hersteller begründet die Wahl mit der Laufruhe und dem geringen Gewicht. Das Aggregat wiegt samt Generator nur 70 Kilogramm. Durch den Wankelmotor kann die Reichweite laut Audi um 200 Kilometer erweitert werden.

Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert 10,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 130 km/h. Der Kraftstoffnormverbrauch liegt bei 1,9 Litern pro 100 Kilometer. Das entspricht einer CO2-Emission von 45 g/km.

Noch ist der A1 e-tron eine Studie, die Audi allerdings schon als "seriennah" bezeichnet. Außerdem hat Firmenchef Rupert Stadler angekündigt, dass "e-tron" ähnlich wie "quattro" bei Audi zu einem Markennamen und Gattungsbegriff ausgebaut werden soll. Bei dem im September 2009 auf der IAA in Frankfurt vorgestellten und fest zur Serienproduktion eingeplanten Sportwagen e-tron allein wird es deshalb nicht bleiben.

(tmn/ ampnet/ auto-reporter.net/ qui)