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USA: Brandgefahr: Honda ruft fast 900.000 Autos zurück

USA : Brandgefahr: Honda ruft fast 900.000 Autos zurück

Weil Probleme an der Benzinpumpe einen Brand auslösen könnten, ruft der japanische Autohersteller Honda in den USA fast 900.000 Autos in die Werkstätten. Es handelt sich um Minivans vom Typ Odyssey. Auch General Motors ruft Wagen zurück.

Durch ein Problem an der Benzinpumpe könnte Kraftstoff entweichen, heißt es in einem Dokument von Honda, das am Wochenende auf der Webseite der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA veröffentlicht wurde.

Der entweichende Kraftstoff könne sich entzünden. Es lägen aber keine Berichte über Brände oder Unfälle vor, die auf das Problem zurückzuführen seien, erklärte Honda.

Betroffen sind den Angaben zufolge 886.815 Autos, die zwischen Juni 2004 und September 2010 gebaut wurden. Da die Zahl der zurückgerufenen Wagen so hoch sei, könnten die defekten Bauteile erst ab dem Sommer endgültig ausgetauscht werden, teilte Honda mit.

Bis dahin würden provisorische Teile zum Einsatz kommen.

Derweil wurde am Montag bekannt, dass auch Opel-Mutterkonzern General Motors in den USA gut 1,5 Millionen Autos wegen diverser Mängel zurückruft. Damit reagiert der Hersteller auf die Kritik von Politikern und Verbraucherschützern, einen Rückruf wegen defekter Zündschlösser über Jahre verschleppt zu haben. "Ich habe unser Team angewiesen, die Bemühungen bei unseren laufenden Produktüberprüfungen zu verstärken", erklärte Konzernchefin Mary Barra am Montag in Detroit.

Während die problematischen Zündschlösser ausschließlich in alten Modellen steckten, sind vom neuerlichen Rückruf auch aktuelle Modelle betroffen. Für diese gilt ein Verkaufsstopp bis sie repariert sind.
Je nach Modell gibt es unterschiedliche Mängel: Kurzschlüsse im Motorraum, Fehlfunktionen der Airbags und Gurtstraffer sowie Materialfehler am Armaturenbrett. GM schätzt, dass alle Rückrufe zusammengenommen in diesem Quartal 300 Millionen Dollar (215 Mio Euro) kosten.

(AFP)