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Deutsche Kirchenreformen in der Kritik Rom hat gesprochen

Analyse | Rom · Der Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland hat durch die Kritik des Vatikans einen Dämpfer bekommen. Kirchenrechtler Norbert Lüdecke sieht den Synodalen Weg „als eine Bittprozession zum Heiligen Vater nach Rom“ für gescheitert an.

 Papst Franziskus sieht die Reformideen der katholischen Kirche in Deutschland mit Skepsis.

Papst Franziskus sieht die Reformideen der katholischen Kirche in Deutschland mit Skepsis.

Foto: dpa/Evandro Inetti

Der Vatikan hat Klartext geredet. Und das gleich mit dem ersten Satz seiner jüngsten Mitteilung: „Der Synodale Weg in Deutschland ist nicht befugt, die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten“, heißt es. Ist das nun das Ende der Reformbemühungen hierzulande? Seit 2019 ringen Bischöfe und Laien in bislang drei großen Synodalversammlungen um Wege aus der Krise, um einen Anschluss der katholischen Kirche an die Glaubenswirklichkeit der Menschen. Ein Weiheamt für Frauen? Die Ehe für Priester? Eine zeitgemäße Sexualmoral? Und eine stärkere Teilung der Gewalten? Das sind keine ganz neuen Themen; doch erstmals sollen diese in theologisch und kirchlich relevante Dokumente gefasst und auch dem Vatikan vorgelegt werden.