Vorschau auf das IDO-Orgelfestival Mit Trommeln und den Beatles

Düsseldorf · Das Internationale Düsseldorfer Orgelfestival mit vielen Stammgästen und exquisiten Klängen startet am 29. September. Zum Finale erklingt Bachs „Johannes-Passion“.

 Stefan Schmidt, Domorganist in Würzburg und gebürtiger Düsseldorfer, gastiert ebenfalls beim Ido-Festival.

Stefan Schmidt, Domorganist in Würzburg und gebürtiger Düsseldorfer, gastiert ebenfalls beim Ido-Festival.

Foto: Martin Mahlmeister

Kaum sind die Sommerlichen Orgelkonzerte in der Neanderkirche verklungen, lässt das Ido-Festival nicht lange auf sich warten. Ab dem 29. September tönt Orgelmusik beim 18. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival aus vielen Kirchen im gesamten Stadtgebiet. Hier eine Vorschau auf das Programm.

Wo wird gespielt? Bis 6. November finden 45 Veranstaltungen zwischen Heerdt im Westen, Gerresheim im Osten, Kaiserswerth im Norden und Urdenbach im Süden Düsseldorfs statt. Unter den Veranstaltungsorten findet man als kleine Abstecher ins Umland auch zweimal die Salvatorkirche in Duisburg. Und wie jedes Jahr gibt es eine ganztägige Exkursion (am 4. November) zur großen Orgelvielfalt des Niederrheins.

Die Orgeln der stadtbekannten großen Kirchen von St. Andreas (Altstadt) und St. Antonius (Oberkassel), von St. Margareta (Gerresheim) und der Johanneskirche in der Innenstadt werden auch diesmal mit hochrangigen Konzerten bedacht. Kleine Entdeckungen sind aber auch Programm des Ido-Festivals, auch wenn sie unter Ido-Kennern längst kein Geheimtipp mehr sind, etwa die Benrather Dankeskirche, die kleine, aber feine evangelische Kirche in Urdenbach, die St.-Josephs-Kapelle oder die Black Box in der Altstadt.

Mit Big-Band und Trommeln Stammgast ist seit Jahren die Big-Band der Clara-Schumann-Musikschule, die bereits am Eröffnungswochenende in der Petruskirche Unterrath auftritt (30. September, 20 Uhr) – natürlich nicht ohne Beteiligung der Orgel. Am 7. Oktober, 19.30 Uhr, begegnet man in der Johanneskirche dem Dauerbrenner des Ido-Festivals schlechthin: dem Ensemble Wadokyo mit lautstarken japanischen Trommeln. Unter dem Motto „Schatten“ (am 28. Oktober, 20 Uhr) kommt auch erneut die Kinoorgel der Black Box als Begleitinstrument zu Stummfilmen zum Einsatz.

Klassisches und noch viel mehr Das Gesamtprogramm lässt sich nach den bewährten Kategorien durchsuchen. „Klassik“ mit virtuosen Organisten bildet dabei natürlich das Herz des Festivals. Es spielen etwa die mit Düsseldorf verbundenen Organisten Stefan Schmidt und Marcel Ober, aber auch Gäste aus der Slowakei (Frantisek Beer) und aus den Niederlanden (Léon Berben). Musik im Ensemble kann man beispielsweise bei Gustav Holsts „Planeten“ in einer Bearbeitung für Percussionsgruppe und Orgel (10. Oktober, 19.30 Uhr, Friedenskirche) hören.

Der Programmpunkt „Jazz“ kommt nicht zu kurz, ebenso wie „Cross“ mit Begegnungen zwischen Ländern und Künsten, zwischen Jazz und den Beatles, zwischen Sandmalerei und Orgelmusik. Die zeitgenössische Musik steht bei zwei Terminen unter dem Motto „Modern“ im Zentrum, bei einem „Ruhepunkt“ in St. Antonius (25. Oktober, 20 Uhr) und der alljährlichen „Mystischen Nacht“ in St.-Franziskus-Xaverius (2. November, 20 Uhr).

Orgel für die ganze Familie Bei den Familienkonzerten ist wieder eine der beliebten Orgelführungen für Kinder (21. Oktober, 12.15 Uhr, St. Maximilian) im Angebot. Am gleichen Tag verspricht „Singt mit uns!“ ein fröhliches Mitsingkonzert unter der Leitung von Frederike Möller zu werden (21. Oktober, 18 Uhr, Petruskirche).

Außergewöhnliche Kombinationen Nicht alltägliche Kombinationen der Orgel mit weiteren Instrumenten sind auch zu entdecken. Auf Leises darf man sich einstellen, wenn das Instrument des Jahres, die Mandoline, und weitere Zupfinstrumente mit der Orgel zusammen spielen (30. September, 17 Uhr, Petruskirche). Auch „La vie en rose“ verspricht einen aparten Abend mit französischen Chansons und Orgelmusik von Louis Vierne (12. Oktober, 19.30 Uhr, Dankeskirche).

Bach-Passion zum Schluss Nahezu den Schlusspunkt des Festivals wird die Aufführung der „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach am 5. November um 19.30 Uhr in der Andreaskirche mit vielen Solisten, Chor und Orchester unter der Leitung von Stephan Hahn bilden.