Tag der Komplimente So machen Sie ein Kompliment – und nehmen eines richtig an

Düsseldorf · Am 24. Januar ist Tag der Komplimente. Unbestritten und wissenschaftlich erforscht ist: Komplimente haben eine positive Wirkung. Wie es richtig geht, erklären wir hier.

Toxische Komplimente: Diese Sprüche möchte niemand hören
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Toxische Komplimente, die keiner hören will

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Foto: Pexels/Keira Burton

So kommen Komplimente besser an

  • In das richtige Ohr sprechen – Wie Komplimente besser ankommen, haben Wissenschaftler in einer Studie der US-amerikanischen Sam Houston State University erforscht. Demnach kommen Komplimente und andere positive Emotionen besser im linken Ohr an. Das linke Ohr und die rechte Gehirnhälfte, die intensiver auf emotionale Reize reagiert, sind eng miteinander verbunden, so die Begründung.
  • Über höfliche Floskeln hinausgehen – Auch wenn es so gemeint ist, wirkt ein Satz „Vielen Dank für das schöne Abendessen“ wie eine Höflichkeitsfloskel. Wer es wirklich ehrlich meint, kann nach dem Rezept fragen. Das unterstreicht die ernst gemeinte Äußerung.
  • Konkret werden – „Du bist einzigartig“ trifft auf jeden Menschen zu. Komplimente, die zu allgemein bleiben, verfehlen die Wirkung. Wer auf sein Gegenüber individuell eingeht, erreicht ihn viel besser.
  • Ehrliche Komplimente, statt Floskeln – Ein gutes Kompliment sollte persönlich, nachvollziehbar und nicht übertrieben sein. Oberflächliche Komplimente kommen nicht an.
  • Komplimente sollten nur Positives enthalten – Komplimente, die im selben Satz das Kompliment einschränken sind kein Kompliment, sondern haben eine toxische Wirkung. „Ich finde dich sehr attraktiv, obwohl blonde Frauen eigentlich nicht mein Typ sind“ ist so ein Satz, der eine subtile Beleidigung nach sich zieht.
  • Der richtige Zeitpunkt – Ein Kompliment kommt dann an, wenn der Angesprochene auch empfangsbereit ist. Steht der andere gerade unter Stress, so wird derjenige das Kompliment eventuell gar nicht annehmen können.
  • Komplimente nicht mit einer Absicht verbinden – Komplimente sollten nicht mit einer Absichtshaltung verfasst werden. Wenn ich etwas nettes sage, dann erhoffe ich mir etwas davon, ist kein Kompliment, sondern eine Manipulation, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
  • Das Kompliment muss zur Art der Beziehung passen – Im Berufsleben bezieht sich ein Kompliment auf die Arbeitsweise. Komplimente über Äußerlichkeiten sind unangebracht. Fremden Menschen können Komplimente gemacht werden, aber auch hier können Äußerungen zu Äußerlichkeiten missverstanden werden. Fingerspitzengefühl ist hier gefragt.

Wenn Komplimente annehmen schwer fällt

Komplimente richtig annehmen

  • Sich bedanken – Wer dazu neigt, ein Kompliment durch eine Antwort einzuschränken, kann versuchen stattdessen ein „Dankeschön“ als Antwort zu geben. Das klappt vielleicht nicht immer, aber Übung macht den Meister. Mit einem Danke wird dem Komplimentgeber gleichzeitig auch Wertschätzung signalisiert.
  • Komplimente fordern keine Gegenleistung – Ein ehrliches Kompliment ist umsonst. Kein Gegenlob, kein Gefälligkeit oder Blumenstrauß. Es fordert nichts von uns. Wir dürfen uns einfach nur freuen.
  • Kompliment nicht sofort zurückgeben – Ein Komplimentgeber erwartet kein Gegenkompliment. Das ist der unpassende Zeitpunkt und wirkt in diesem Moment nicht ehrlich.
  • Nicht am Kompliment zweifeln – Wer misstrauisch ist und ein Lob hinterfragt, verpasst die positive Wirkung, die ein Lob haben kann. Selbst wenn ein Kompliment nicht so aufrichtig rüberkommt, ist es eine Geste der Aufmerksamkeit. Wie sagte Hirnforscher Gerhard Roth treffend: „Selbst ein ‘Wie läufst du denn rum?’ ist besser als gar kein Feedback.“
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