Rock im Revier 2016 mit Iron Maiden in Dortmund

Dortmund: Ernüchternd: Iron Maiden in Dortmund

Kurz vor Mitternacht im RE3 Richtung Düsseldorf. Zwei Pärchen unterhalten sich über das Iron-Maiden-Konzert. Die einen sind um die 40 Jahre alt, die anderen Jugendliche. Alle vier eher enttäuscht, weniger von der Band als vom Drumherum. Immer wieder fällt das Wort Akustik. Die sei, so ist man sich einig, total schlecht gewesen.

In der Tat hatte die Zweitauflage von "Rock Im Revier" in Dortmund genau so viel Charme, wie man es von einem Spekulationsobjekt erwartet. 2015 als inoffizieller "Rock am Ring"-Nachfolger am Nürburgring geplant, wurde das Festival wegen dürftiger Vorverkäufe in die Schalke-Arena verlegt - um es vom Gelsentrabpark in die Westfalenhalle durchzureichen.

Immerhin ist sie ausverkauft: Es spielt die größte Heavy Metal-Band der Welt - und wehrt sich erfolgreich gegen das Älterwerden, allen voran der wie aufgescheuchte Sänger Bruce Dickinson und der androgyn tänzelnde Gitarrist Janick Gers. Die Iron-Maiden-Fans im RE3 freut das kaum: "Selbst wenn nächstes Jahr Pink Floyd spielen, das tun wir uns nicht nochmal an."

  • Hier landet Iron Maiden in Düsseldorf

Touristen aus Wien betreten die Bahn. Sie kommen begeistert vom Grönemeyer-Konzert. Und bringen einen allmählich auf andere Gedanken.

(RP)