Junges Schauspielhaus Rätselhafte Sheherazade

"Es war einmal eine alte Stadt am Fluss...", hebt Sheherazade in der ersten Produktion des Jungen Schauspiels an und erzählt von ihrer alten Stadt, die geflutet wurde, weil der König einen See schöner fand. Sie bricht mit ihrer Schwester Dunya auf zum Palast, um den bösen König auf den Untergang ihres Volkes aufmerksam zu machen und um zu retten, was noch zu retten ist. Eine Odyssee, die beschwerlich für die Kinder ist und fast unmöglich scheint, obwohl ihr Onkel als Koch im Palast Anlaufstelle ist. Bis der Wille des kleinen Tyrannen gebrochen wird, erleben sie große Abenteuer. Dabei tragen sie neue Geschichten stets näher an ihr Ziel.

Mitunter rätselhaft bleibt das Einstunden-Stück von Mathilda Fatima Onur "Meine Schwester Sheherazade", das in der Uraufführung vom bravourösen Spiel des Ensembles lebt: Alexander Steindorf und Bernhard Schmidt-Hackenberg, Julia Goldberg, Maria Perlick und Alessa Kordeck zeigen, was im Leben zählt, was Mut, Fantasie und Beharrlichkeit bewirken. Und dass man nie vergessen darf, was einmal war.

Regisseurin Grete Pagan setzt Fantasie, Musik, Dampf und Wind ein, dabei verliert sie den Roten Faden, den eine Geschichte erst perfekt macht. Den Kindern gefällt es trotzdem, weil sie viel lachen und Abenteuer mit durchstehen.

(RP)
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