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Neuss: Großer Kulturpreis an Stiftung Insel Hombroich überreicht

Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland : Stiftung Hombroich erhält Preisgeld

Der mit 30.000 Euro dotierte Große Kulturpreis der Sparkassenstiftung soll dem Haus der Musiker zugutekommen. Marcel Philipp, Stiftungsvorstand und OB der Stadt Aachen, übergab die Auszeichnung.

Das Wetter war einfach zu schön. Also wurde die Verleihung des Großen Kulturpreises der Sparkassen-Kulturstiftung – gefahrlos und mit dem coronabedingten Abstand zueinander – ins Freie verlegt. Adressat war die Stiftung Insel Hombroich, deren Vorsitzender Professor Oliver Kruse und Stiftungs-Geschäftsführer Frank Boehm eigentlich im Siza-Haus auf der Raketenstation die Urkunde über den mit 30.000 Euro dotierten Preis überreicht bekommen sollten. Aber das Wetter stimmte, die Stimmung der Menschen auch, und so wanderten die Betroffenen ein paar Meter hinüber zum Haus für Musiker, um sich dort aufzureihen.

Marcel Philipp, OB der Stadt Aachen und Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Kulturstiftung, lobte das „paradiesische Kreativlabor“ in Hombroich, vor allem die Museumsinsel, und sprach in seiner kurzen Laudatio davon, dass das aus privater Initiative entstandene Ensemble „durch das Team der Stiftung klug und ideenreich in eine vielversprechende Zukunft geführt wird“.

Dass die Verleihung außerplanmäßig vor dem Haus für Musiker stattfand, passte auch genau zur Profession des ebenfalls von der Sparkassen-Kulturstiftung ausgezeichneten Förderpreisträgers. Harkeerat Mangat ist Filmschaffender, Musiker und Performancekünstler. Die mit seinem Preis verbundenen 5000 Euro will er in ein Projekt in eben diesem Haus für Musiker stecken.

Auch Oliver Kruse kann sich gut vorstellen, mit dem Preisgeld von 30.000 Euro für die Stiftung Veranstaltungen im Haus für Musiker zu unterstützen. Vor allem schloss er aus, dass das Geld, das laut Michael Breuer, Vorsitzender des Kuratoriums der Sparkassen-Kulturstiftung, zweckfrei ist, in den Haushalt der Stiftung Insel Hombroich einfließen werde.

Kruse vermutet zwar, dass sich Ende 2020 eine Lücke von etwa einer halben Million Euro zeigen werde, ist aber guten Mutes, was die Hilfe des Landes NRW betrifft: „Von dort wird was kommen“. sagt er. Ohnehin habe die Stiftung in den Corona-Zeiten „schulmeisterlich“ gehandelt: „Wir waren die ersten, die geschlossen haben, und die ersten, die wieder aufmachten.“ Dass die Stiftung zwecks Haushaltssanierung etwas aus dem Bestand verkaufen werde, schloss er ebenfalls aus.