Ex-"Modern Talking"-Sänger gibt im Juni seine ersten beiden Solokonzerte: Thomas Anders freut sich auf Tour ohne Bohlen

Ex-"Modern Talking"-Sänger gibt im Juni seine ersten beiden Solokonzerte : Thomas Anders freut sich auf Tour ohne Bohlen

Berlin (rpo). Thomas Anders wird erstmals ohne seinen Ex-Partner Dieter Bohlen auf der Bühne stehen. Der ehemalige "Modern Talking"-Sänger promotet seine ersten Solokonzerte. Der 41-Jährige wird im Juni in Berlin und Oberhausen auf der Bühne stehen.

"Ist das eigentlich gesund, so viele Blitzlichter?" Umringt von zahlreichen Fotografen präsentierte der 41-Jährige am Montag in Berlin sein bekanntes strahlend-weißes Lächeln im gebräunten Gesicht, während vor dem Gebäude einige weibliche Fans im Teenageralter auf ihr Idol warteten.

Mit den Auftritten in Berlin (11. Juni) und Oberhausen (12. Juni) wolle er sich bei seinen Fans bedanken, sagte Anders. "Es ist einfach ein tolles Gefühl zu wissen, dass mich viele der 'Modern Talking'-Fans bei meiner Solokarriere unterstützen und begleiten." Er hoffe, mit seinen Konzerten etwas von der Freude zurückgeben zu können. Das genaue Konzept der Shows stehe noch nicht fest. Er werde aber auf jeden Fall Stücke aus seinem aktuellen Album "This Time", ein Medley der besten Songs der 80er Jahre und die größten "Modern Talking"-Hits singen. Schließlich sei das Pop-Duo ein Teil seines Lebens gewesen.

Diese Zeit sei nun aber endgültig vorbei, betonte der in helle Wildlederhose und braunes Breitcord-Sakko gekleidete Sänger lächelnd. Deshalb habe er sich auch nicht geäußert, als der Produzent Frank Farian für sein Buch "Stupid - Dieser Bohlen" wegen eines Kommentars angefragt habe. Das Thema Bohlen sei für ihn abgeschlossen. Beim Musikmachen fehle ihm der Erfolgsproduzent überhaupt nicht. Gleichzeitig räumte er aber ein, dass es keinen gegeben hätte, "der es besser hinbekommen hätte, 'Modern Talking'-Titel zu produzieren".

Er selbst werde in diesem Jahr kein neues Album mehr herausbringen, kündigte Anders an. "Meine Frau sagt schon jetzt, mein Sohn wachse als Halbwaise auf", witzelte er gut gelaunt. "Ich bin ja froh, dass er Papi zu mir sagt."

Dass Anders so selten zu Hause ist, könnte aber auch an seinen immer häufigeren Fernseheinsätzen liegen. Seit Ende März moderiert der Musiker die Sendung "Best of Formel Eins" bei Kabel 1, und am 15. Mai wird er in der ARD durch den "Countdown Eurovision" führen. Wegen der Samstagabendsendung habe er "die Hose zwar gestrichen voll", sagte Anders. Sie sei aber eine große Herausforderung. Auch wenn er zum Fernsehen "wie die Jungfrau zum Kinde" gekommen sei, würde er sich über weitere Moderationen freuen. "Es müssten aber Formate sein, die mir liegen und die etwas mit Musik zu tun haben", betonte der Sänger. "Für die 'Sportschau' wäre ich die klassische Fehlbesetzung."

Dass er musikalisch die richtige Besetzung ist, davon versuchte Anders nach der Pressekonferent in einem Live-Auftritt zu überzeugen. Am Klavier gab er einen Vorgeschmack auf seine Konzerte und sang, eintauchend ins Blitzlichtgewitter, mit weicher Stimme Barry Manilows Pop-Evergreen "Mandy". Kurz zuvor hatte er auf die Frage, ob die Einschätzung eines Bohlen-Anwaltes stimme, er habe gerade die beste Zeit seines Lebens, geantwortet: "Wenn der das sagt, stimmt das!"

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das Abschiedskonzert von Modern Talking

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