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Stevie Wonder veröffentlicht zwei neue Songs

Mit politischer Botschaft : Stevie Wonder veröffentlicht zwei neue Songs

Mit Unterstützung von diversen Rappern und dem Gitarristen Gary Clark Jr. meldet sich Soul-Star Steve Wonder zurück. Während die poppigen Beats ins Ohr gehen, handeln die Texte von den Themen dieser Zeit.

Er habe „Where Is Our Love Song“ und „Can't Put It In the Hands of Fate“ zum Geburtstag seines zweitältesten Sohnes, Mumtaz Morris, herausgebracht, sagte der Musiker am Dienstag. Die Lieder spiegelten die aktuelle Zeit wider und er hoffe, dass sie zum Wandel inspirierten.

Der 70-Jährige erklärte bei der Online-Pressekonferenz außerdem, er habe vergangenen Dezember eine neue Niere erhalten und nehme seitdem regelmäßig Medikamente ein. „Ich fühle mich gerade, als wäre ich 40 und ich bedanke mich bei allen für die Gebete und die Liebe.“ Ihm und seiner Stimme gehe es großartig. Über anderweitige Gerüchte sagte Wonder, er werde Bescheid geben, wenn er sich anders fühle. „Wir wollen keine Falschinformationen. Ich lebe und bin wohlauf.“

Mit Blick auf „Where Is Our Love Song“ sagte er, mit 18 Jahren habe er angefangen, das Lied zu schreiben. „Dann kam dieses Jahr mit all der Verwirrung, all dem Hass und allem Ost gegen West, links gegen rechts. Das ist einfach ein harter Bruch.“ Alle Einnahmen des mit dem Gitarristen Gary Clark Jr. aufgenommenen Songs gehen an die Hilfsorganisation Feeding America.

Die Covers der beiden neuen Songs. Foto: dpa/-

Das Lied solle ebenso auf einer neuen Platte erscheinen wie auch „Can't Put It In the Hands of Fate“, das er mit den Rapperinnen und Rappern Rapsody, Chika, Busta Rhymes und Cordae aufnahm. Ursprünglich sei es in dem Song um eine Beziehung gegangen, aber dann habe er den Songtext angepasst. „Ich habe darüber nachgedacht, wo wir in der Welt stehen und was das hier für eine wichtige Zeit ist.“ Der Wandel passiere gerade jetzt und es gebe keine Zeit zu warten: „Wir können es nicht in die Hände des Schicksals legen, ein Heilmittel für dieses furchtbare Virus zu finden.“

Mit Blick auf die Debatte über Rassismus und Polizeigewalt in den USA sagte der blinde Star: „Mir ist egal, welche Hautfarbe du hast, weil ich tatsächlich keine Farben sehe. Aber du siehst Farben, tu' nicht so, als ob du keine Farben siehst.“ Er fühle indes die Seelen und den Geist von Menschen. „Und ich sehe, dass zu viele Geister und Seelen nicht die Liebe in sich tragen, die wir haben und füreinander fühlen sollten.“

(csi/dpa)