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Neue Deutsche Härte: Stahlmann starten die "Tanzmaschine"

Neue Deutsche Härte : Stahlmann starten die "Tanzmaschine"

Geradlinig, schnörkellos, tanzbar – so kann man die Newcomer in der Neuen Deutschen Härte wohl charakterisieren. Stahlmann liefern mit ihrer neuen CD "Quecksilber" ein Stück solide Qualitätsarbeit ab.

Geradlinig, schnörkellos, tanzbar — so kann man die Newcomer in der Neuen Deutschen Härte wohl charakterisieren. Stahlmann liefern mit ihrer neuen CD "Quecksilber" ein Stück solide Qualitätsarbeit ab.

Seit 2008 sind die Niedersachsen sehr umtriebig, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Viele Konzerttourneen mit Szenegrößen wie Doro, In Extremo und Saltatio Mortis haben für ein gewisses Interesse gesorgt. Zur Zeit touren die Stahlmänner mit Project Pitchfork durch die Hallen.

Im Januar haben die Deutsch-Electro Rocker nun ihr neues Album mit dem Titel "Quecksilber" veröffentlicht. Der schon im Dezember ausgekoppelte Song "Tanzmaschine", eroberte die Top Ten der Deutschen Alternative Charts (DAC). Das Stück, das von einem durchdringenden Groove dominiert wird, hat in den einschlägigen Clubs schon einen festen Platz im Repertoire.

Ihr Versuch, sich irgendwo zwischen Unheilig und Rammstein zu etablieren ist mit dieser Scheibe durchaus gelungen. Hart, aber nicht zu hart — zwischendurch weich, aber nicht zu weich. "Engel der Dunkelheit" und "Tanzmaschine" treffen ziemlich genau die Mitte der genannten Bands und vereinen damit die erfolgreichen Aspekte. Harte Riffs und Elektrobeats werden durch wiedererkennbare Melodien untermalt und laden zum Mitsingen ein.

Wenn man auch mit Fug und Recht behaupten kann, dass Musik und Texte simpel gestrickt sind, so darf man eines nicht vergessen: Das Produkt funktioniert und lässt die Füße tanzen. Denn eines sind die Stücke wahrlich nicht: kraftlos.

Leider ist die Scheibe ziemlich kurz — gut 30 Minuten bleiben dem Hörer nach Abzug der zweiten Version von "Tanzmaschine". Aber wem Oomph!, Eisbrecher, Megaherz und Konsorten gefallen — dem wird auch Stahlmanns "Quecksilber" gefallen.

Und wer sich gerne mal ein Bild von den Stahlmännern machen will (sie sind auch aufgrund ihrer silbergeschminkten Optik ein Hingucker), der kann sie am 26. Januar in der Bochumer Matrix mit einer Release-Show sehen und hören. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Tickets gibt es für 12 Euro zzgl. Gebühren im VVK, und für insgesamt 18 Euro ist als Extra gleich noch das neue Album im Preis mit inbegriffen.

(felt)