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Während der Leibarzt schlief: Setzte ein Unbekannter Jackson die Todesspritze?

Während der Leibarzt schlief : Setzte ein Unbekannter Jackson die Todesspritze?

Las Vegas (RPO). Dramatische Wende im Fall Michael Jackson. Während bislang angenommen wurde, dass sein Leibarzt Conrad Murray dem "King of Pop" kurz vor dessen Tod das Narkosemittel Propofol injiziert hat, verdichten sich nun die Anzeichen dafür, dass eine dritte Person die Todesspritze mit einer anderen Substanz setzte.

Das will die britische Zeitung "The Sun" erfahren haben. Demnach soll Murray seinem prominenten Patienten gegen dessen Schlafstörungen auch in der Nacht vor seinem Tod das Narkosemittel Propofol verabreicht haben. Danach ging der Mediziner selbst ins Bett. Als er aufwachte, war Jackson offenbar bereits tot.

Was war passiert? Als die Wirkung des Mittels bei Jackson nachließ, verlangte "Jacko" in der Nacht ein Schmerzmittel. Weil Dr. Murray schlief, soll ihm das Mittel Demerol von einem Mitarbeiter verabreicht worden sein. Dieser war jedoch anscheinend nicht mit der Wechselwirkung der beiden Medikamnet vertraut. Die Kombination Propofol und Demerol kann nämlich zu schweren Herzproblemen führen. Bei Jackson führte sie wahrscheinlich sogar zum tödlichen Herzstillstand.

Leibarzt drückt ein Schuldenberg

Doch warum kümmerte sich Murray nicht persönlich um seinen Patienten, der ihn mit monatlich 150.000 Dollar fürstlich entlohnte? Handelte der Arzt fahrlässig? Seine Rolle im Todesfall bleibt undurchsichtig.

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Indes werden immer mehr Details über den Leibarzt von Michael Jackson bekannt. Der Mediziner ist hoch verschuldet und muss die Zwangsversteigerung seiner Luxus-Ferienwohnung in Las Vegas fürchten. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, belaufen sich Murrays Schulden auf mehr als 770.000 Dollar.

Demnach begann er im Mai als Leibarzt für Jackson zu arbeiten, nachdem Gläubiger von ihm die Rückzahlung von 363.000 Dollar vor Gericht einforderten. Überfällig sei zudem die Rückzahlung eines Studienkredits in Höhe von 71.000 Dollar. Für sein Haus in Las Vegas muss er eine Hypothek in Höhe von 100.000 Dollar zurückzahlen. Wegen zwei weiterer unbezahlter Rechnungen in einer Gesamthöhe von 240.000 Dollar für seine Praxis in Las Vegas drohen weitere Klagen. Im Dezember wurde er außerdem zur Zahlung von 3700 Dollar Unterhaltskosten in San Diego verurteilt.

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(can)