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Fast wie vor 30 Jahren: Santana, Clapton & Co. im Unruhezustand

Fast wie vor 30 Jahren : Santana, Clapton & Co. im Unruhezustand

Düsseldorf (rpo). Sie könnten schön gemütlich zu Hause sitzen, ihren Enkeln von bewegten Zeiten erzählen und sich auf ihren Lorbeeren ausruhen. Stattdessen tun sie sich den Tournee-Stress immer wieder aufs Neue an, die großen Alten der Popmusik. Und das sehr zur Freude der Fans, denn die Konzerte der Veteranen erfreuen sich einem für heutige Verhältnisse ungewöhnlich hohen Publikumszuspruch.

Wie sonst ließe sich erklären, dass Status Quo seit geraumer Zeit auf Dauer-Tournee sind und oft genug vor ausverkauften Häusern auftreten. Am Ende des Jahres werden die Boogie-Rocker auch den letzten Winkel Deutschlands bespielt haben. Nach den Open-Air-Konzerten im Sommer zieht es die Herren am 15. Oktober noch einmal ins Kölner Palladium.

Auch Santana kommt immer wieder gerne nach Deutschland, weil er nur hier mühelos die größten Hallen füllt. Da hat der Fan die Wahl, ob er am 23. Mai in die Kölnarena oder am Tag darauf in die Oberhausener Arena geht. Wenngleich Santana mit "All that I am" ein neues Album im Gepäck hat, die meisten Fans warten auf die alten Hits wie "Jingo", "Europa" oder "Evil Ways". Genügend alte Hits hat auch Eric Clapton im Repertoire, der sich ebenfalls zutraut, zwei große Hallen zu füllen. Am 13. Juli spielt Clapton in der Kölnarena, am 14. Juli ist er in der Dortmunder Westfalenhalle zu sehen. Zu den bekannten Nummern wie "Wonderful Tonight" oder "Lay down Sally" gesellen sich dann die Songs seines aktuellen Albums "Back Home". Darauf enthalten eine wunderschöne Version von George Harrisons "Love comes to Everyone".

Elton John versucht sich drinnen und draußen. Am 1. Juni holt er in der Oberhausener Arena sein wegen Krankheit verschobenes Konzert vom Dezember nach. Wer dafür keine Karten mehr bekommen hat, sollte sich den 6. Juni notieren. Dann gastiert Elton John im Mönchengladbacher Borussiapark. Sein Auftritt ist sozusagen eine Generalprobe für das neue Stadion, das dabei seine Konzert-Tauglichkeit unter Beweis stellen will. Gelingt das, dürfte sich am Niederrhein endlich die weiße Lücke in der Karte potenzieller Spielorte schließen.

Comeback der B 52's

Sorgen, die man im Kölner Raum nicht kennt. Dort gibt es zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten von der kleinen intimen Halle bis hin zum großen Stadion. Für relativ überschaubar müssen Midge Ure und Killing Joke ihre Fangemeinde halten, denn sie treten im Kölner Prime Club auf. Midge Ure spielt dort am 24. April Hits wie "If I was". Killing Joke zelebrieren ihren Gothic-Wave am 27. April.

Eine Nummer größer lassen es die B 52's auf ihrer Comeback-Tournee angehen. Das Quartett galt Ende der siebziger Jahre mal als stilbildende Band im Wave-Pop und verzeichnete Hits wie "Rock Lobster" oder "Love Shack". Die Band mit den beiden Sängerinnen Cindy Wilson und Kate Pierson tritt am 20. Juni im Kölner E-Werk auf.

Zu einer besonderen Form der Wiederaufbereitung kommt es am 15. April in der Dortmunder Westfalenhalle. Dort spielen Riders on the Storm. Dahinter verbergen sich die ehemaligen Doors-Musiker Ray Manzarek und Robbie Krieger, die mit Ex-Cult-Sänger Ian Astbury alten Doors-Nummern die Würde nehmen.

(Rheinische Post)