Axel Kober als "Tannhäuser"-Dirigent: Rheinopern-Chefdirigent debütiert in Bayreuth

Axel Kober als "Tannhäuser"-Dirigent : Rheinopern-Chefdirigent debütiert in Bayreuth

Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, wird 2013 als "Tannhäuser"-Dirigent bei den Bayreuther Festspielen debütieren. Das wurde am Montag in Bayreuth bekannt.

Kober sei von den beiden Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wager-Pasquier angerufen worden, sagte er unserer Redaktion. "Jetzt freue ich mich riesig und empfinde dies auch als Auszeichnung meiner Arbeit".

Der Musiker hatte in Würzburg studiert, erste Engagements führten ihn als Korrepetitor und Kapellmeister nach Schwerin, Dortmund und Mannheim. Von 2007 bis 2009 war er Musikdirektor an der Oper Leipzig, wiederum mit einem Wagner-Schwerpunkt, Auch in seiner jetzigen Position und als Gastdirigent tritt der 1970 geborene Künstler aus Kronach als Wagner-Dirigent in Erscheinung.

Jene rheinischen Musikfreunde, die nicht am bloßen Name-Dropping, sondern an Substanz interessiert sind, dürfte diese Meldung kaum überraschen. Axel Kober, seit der Ära Christoph Meyer Generalmusikdirektor der Rheinoper, waltet seines rheinischen Amtes mit größter Umsicht, Gründlichkeit und Inspiration.

Zu seinen wichtigsten Produktion der jüngsten Zeit zählen Strawinskys "Rake's progress", Bizets "Carmen" und Poulencs "Gespräche der Karmeliterinnen". Er gilt nicht als Exzentriker, nicht als Flammenwerfer; die Kritiker loben sein Stilgefühl und sein inspirierendes Musizieren.

Dass der neue Bayreuther "Tannhäuser" in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten nun zum dritten Mal einen neuen Dirigenten bekommt, ist indes bemerkenswert. Ursprünglich dirigierte Thomas Hengelbrock (der mit Bayreuth nicht klarkam), dann übernahm Christian Thielemann; jetzt folgt also Kober.

Er ist übrigens der erste Rheinopern-GMD, der am Grünen Hügel reüssiert. Thielemann und natürlich Carlos Kleiber waren Kapellmeister der Rheinoper gewesen.

(RP/jre/das/jco)
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