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Rassismus-Debatte: Die Dixie Chicks heißen jetzt nur noch The Chicks

Rassismus-Debatte : Die Dixie Chicks heißen jetzt nur noch The Chicks

Die Frauenband mit den meisten verkauften Alben in den USA setzt ein Zeichen. Die Country-Band The Dixie Chicks heißt jetzt nur noch The Chicks. Auf den Accounts der Gruppe in sozialen Netzwerken wurde der Name am Donnerstag geändert.

„Wir wollen diesem Moment entsprechen“, hieß es auf ihrer Webseite offenbar in Bezug auf die aktuelle Debatte um Rassismus und das Erbe der Südstaaten in den USA. Dazu stellten sie ein Video ihres neuen Songs „March March“ mit Bildern von den jüngsten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA.

Dixie bezeichnet die Staaten im Süden der USA, besonders jene, die im US-Bürgerkrieg Teil der Konförderierten Staaten von Amerika waren. Zuvor hatte auch die Country-Band Lady Antebellum ihren Namen zu Lady A geändert, weil Antebellum mit der Sklavenhaltung in den Südstaaten in Verbindung gebracht wird.

Bandmitglieder Martie Maguire, Natalie Maines und Emily Strayer dankten in einer Stellungnahme einer gleichnamigen Band in Neuseeland, die sich bereit erklärt habe, den Namen The Chicks zu teilen. „Wir fühlen uns geehrt, gemeinsam in einer Welt mit diesen außergewöhnlich talentierten Schwestern zu existieren“, teilte die Band mit.

The Chicks sind die Frauenband mit den meisten verkauften Alben in den USA, mehr als 33 Millionen. Die ursprünglich in Texas als Bluegrass-Band gegründete Truppe hatte ihren kommerziellen Durchbruch mit dem Album „Wide Open Spaces“. Die Chicks gewannen 13 Grammys.

(felt/dpa)