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Frontmann der Band wurde in Leipzig überfallen und verprügelt: Prinzen-Sänger sagt gegen mutmaßliche Schläger aus

Frontmann der Band wurde in Leipzig überfallen und verprügelt : Prinzen-Sänger sagt gegen mutmaßliche Schläger aus

Leipzig (rpo). Für den Sänger der Band Die Prinzen nahm ein nächtlicher Spaziergang durch einen Leipziger Park ein böses Ende: Sebastian Krumbiegel wurde überfallen und verprügelt. Die mutmaßlichen Täter stehen seit Mittwoch vor Gericht, Krumbiegel tritt als Zeuge auf.

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p class="text"><P>Leipzig (rpo). Für den Sänger der Band Die Prinzen nahm ein nächtlicher Spaziergang durch einen Leipziger Park ein böses Ende: Sebastian Krumbiegel wurde überfallen und verprügelt. Die mutmaßlichen Täter stehen seit Mittwoch vor Gericht, Krumbiegel tritt als Zeuge auf.

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p class="text">Zwei Männer, die den Sänger der Popgruppe Die Prinzen verprügelt haben sollen, müssen sich seit Mittwoch wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten schweren Raubes vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 23 und 27 Jahre alten Männern vor, Ende Juni den Frontmann der Popgruppe, Sebastian Krumbiegel, in einem Leipziger Park nachts überfallen und verprügelt zu haben. Sein Begleiter, Schlagzeuger Ali Zieme, konnte flüchten. Die Angeklagten schwiegen, wollten sich aber später äußern.

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p class="text">Staatsanwältin Sybill Petersen sah es als erwiesen an, dass die stark angetrunkenen Männer aus Leipzig und Merseburg den Musikern Reizgas ins Gesicht gesprüht und dann Geld gefordert hatten. Anschließend sollen sie gesagt haben: "Es ist doch alles nur Spaß. Wir wollen nur ein paar Euro, wir wollen nur ein paar Bier trinken." Krumbiegel erlitt bei dem Überfall mehrere Schürf- und Platzwunden am Kopf, eine Prellung der Schädeldecke sowie des Nasenbeins und eine Augenreizung.

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p class="text">Prellung der Schädeldecke und des Nasenbeins

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p class="text">Kurze Zeit später wurden die Männer wegen eines anderen Überfalls gefasst. In einer ersten Vernehmung habe der 23-Jährige angegeben, die beiden wollten "einfach nur Frust ablassen", sagte die damalige Ermittlungsrichterin aus. Anschließend hätten sie den reglos am Boden liegenden Krumbiegel zurückgelassen und seien in ein "Kameradschaftsheim" gegangen. Ein rechtsradikaler Hintergrund wurde ausgeschlossen. Zuvor hätten die Angeklagten größere Mengen Alkohol getrunken.

Am zweiten Verhandlungstag kommenden Montag soll Krumbiegel in den Zeugenstand. Der 37-Jährige hatte den Überfall in Form des Solodebüts "Geh in den Knast" thematisiert. Die beliebte ostdeutsche Band hat mehr als sechs Millionen Tonträger verkauft. Zu den Hits der Prinzen zählen "Du musst ein Schwein sein", "Millionär" und "Deutschland".