Nürburgring: Das letzte Mal "Rock am Ring" hat begonnen

Legendäres Rockfestival am Nürburgring: Das letzte Mal "Rock am Ring" läuft

Mit der amerikanischen Rockband "Falling In Reverse" hat am Donnerstagnachmittag das letzte Mal das Festival "Rock am Ring" in der Eifel begonnen. Das Festival bildet in Deutschland traditionell den Start in den Festivalsommer.

Am Abend werden noch die US-Punks von "The Offspring" und die britische Heavy-Metal-Band "Iron Maiden" auftreten. Gegen vier Uhr morgens soll der erste Festivaltag mit dem Elektroduo "Klangkarussell" ("Sonnentanz") ausklingen.

Nach fast 30 Jahren ist dies die vorerst letzte Ausgabe des Kultfestivals am Nürburgring. Der Veranstalter Marek Lieberberg und die Betreiber der Rennstrecke gehen nach Pfingsten getrennte Wege. Am Nürburgring soll im kommenden Jahr ein neues Musikfestival stattfinden. Es wird "Grüne Hölle", entsprechend dem Spitznamen für die berühmte Nordschleife, heißen und soll ebenfalls am ersten Juniwochenende über die Bühne gehen. Der Betreiber des Nürburgrings und die Deutsche Entertainment AG (Deag) schlossen einen Vertrag für zunächst fünf Jahre.

An der Rennstrecke hängen bereits - für alle "Rock am Ring"-Besucher deutlich sichtbar - die ersten grasgrünen Werbeplakate des neuen Musikspektakels. Wer dann im Juni 2015 in der Eifel auftreten wird, gaben die neuen Veranstalter noch nicht bekannt. Musikalisch soll sich jedoch nicht viel ändern und man habe bereits konkrete Künstler an der Hand, hieß es. Für "Rock am Ring" hingegen sucht Marek Lieberberg derzeit einen neuen Austragungsort — möglicherweise zieht das Festival nach Mönchengladbach. Dort kommt der ehemalige Militärstützpunkt JHQ in Rheindahlen in Frage.

Die mehr als 80.000 Festivalbesucher, die nun für die letzte Eifel-Ausgabe von "Rock am Ring" an den Nürburgring reisten, wollen sich durch die Querelen im Vorfeld jedoch die Stimmung nicht vermiesen lassen. Viele "Ringrocker" wollen sich gebührend vom Festival an der Rennstrecke verabschieden — mit einer großen Party. Bis Sonntag gibt es auf der Eifel-Rennstrecke Konzerte von rund 100 Bands — als Hauptacts stehen unter anderem Metallica, Linkin Park und Kings Of Leon auf dem Programm. Die ersten Besucher schlugen bereits am Dienstag ihre Zelte auf, ein großer Teil reiste am Mittwoch und Donnerstag an. Auf den vielen Zeltplätzen rund um den Nürburgring wird seitdem gefeiert — bis in die frühen Morgenstunden.

Für "Rock am Ring" gibt es noch Tickets (Tageskarte: 94,50 Euro; Festivalticket: 213,50 Euro). Am Freitag startet parallel das Zwillingsfestival "Rock im Park" in Nürnberg mit nahezu identischem Programm.

Hier geht es zur Bilderstrecke: "Rock am Ring 2014"

(RPO)
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