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Neue Einspielung von Schumanns Klaviertrios

Neue Gesamteinspielung : Schumann zum Schwelgen

Das aus Frankreich stammende Trio Wanderer hat auf drei CDs die Trios, Quartette und Quintette mit Klavier aus Robert Schumanns Feder aufgenommen.

Wofür lieben wir Robert Schumann? Seltsame Frage, aber die allermeisten Musikfreunde verbinden die großen Komponisten mit ausgewählten Werken, mit prominenten Favoriten und heimlichen Lieblingen. Schumann steht in der Gunst der Fans ganz vorn wegen seiner herrlichen Klavierwerke, seiner schwungvoll-tiefsinnigen Sinfonien, seiner multiperspektivischen Lieder.

Als Komponist von Kammermusik wird Schumann nicht so häufig wahrgenommen, dabei gibt es da kostbare Werke; Schumann liebte die Klarinette, das Horn und die Geige. Immer mal wieder werden seine Streichquartette gespielt, die 1842 in einer einzigen Inspirationsphase entstanden. Nun gibt es die Gelegenheit, auch die Klavierkammermusik in einer tollen Gesamtaufnahme kennenzulernen. Das Trio Wanderer (mit Vincent Coq, Klavier, Jean-Marc Phillips-Varjabédian, Violine, und Raphaël Pidoux, Violoncello) hat die drei Klaviertrios, die Fantasiestücke für diese Besetzung, das Klavierquartett und das Klavierquintett (auf drei CDs beim französischen Label Harmonia mundi) eingespielt; bei den beiden letzten Werken wirken noch die Kollegen Christophe Gaugué, Viola, und Catherine Montier, Violine, mit.

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Schumann erkunden wir hier von einer anderen Seite: als Erfinder geistreicher, leidenschaftlicher Gespräche. Vor allem die beiden ersten Trios übertreffen einander in Originalität und dem typisch schumannesken Ton aus Ritterlichkeit und Enthusiasmus; das 1851 in Düsseldorf entstandene dritte Trio fällt dagegen ab. Für das Quartett und das Quintett muss dagegen niemand mehr werben; hier steht Schumann im Jahr 1842 auf dem Gipfel seiner Kunst, der auch in kontrapunktischen Szenen Bedeutendes und Kreatives leistet.

Die französischen Musiker legen ihren Schumann vorbildlich an; überall herrscht beispielhafte Klarheit, Schumanns lyrische Poesie versuppt nie. Wer diese Musik in einer exemplarischen Gesamtaufnahme kennenlernen möchte, ist hier richtig.